Lörrach Baugebiet kommt endlich voran

Die Kosten für den Kanalbau im Baugebiet „Soormattbach“ sind mit rund 905 000 Euro kalkuliert. Foto: Kristoff Meller

Lörrach-Hauingen - Erleichterung und Freude kamen in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Hauingen auf. Der Grund: Beim Baugebiet „Soormattbach“ geht es endlich voran. Jetzt wurden im Rat die Kanalbauleistungen sowie die Pläne zur Straßenerschließung vorgestellt. Zu beiden gab es zustimmende Kenntnisnahme. Am heutigen Donnerstag entscheidet der Ausschuss für Umwelt und Technik.

Wie der Fachbereich Abwasserbeseitigung informierte, sind die Kosten für den Kanalbau mit rund 905 000 Euro kalkuliert. Hinzukommen 700 000 Euro für den Straßenbau, wovon knapp die Hälfte über eine außerplanmäßige Ausgabe finanziert wird. Die Kosten werden nahezu komplett auf die künftigen Bauherren umgelegt.

Nicht umgelegt werden die Kosten für einen geplanten Spielplatz. Analog zum Baugebiet „Belist“ in Haagen, wo der Gemeinderat nach heißen Diskussionsrunden mit klarer Mehrheit entschieden hatte, dass Grünanlagen und Spielplätze öffentliche Aufgaben sind, soll auch in Hauingen verfahren werden, wie Fachbereichsleiter Klaus Dullisch wissen ließ (siehe Artikel auf zweiter Lörracher Seite). Die erforderliche Änderung der Erschließungsbeitragssatzung wurde vom Ortschaftsrat einstimmig für gut geheißen. Insgesamt gibt es im Plangebiet 17 Grundstücke. Ob nun Reihenhäuser oder Einzel- und Doppelhäuser gebaut werden, ist jedem Bauherren selbst überlassen, erklärte Ortsvorsteher Günter Schlecht.

Mitte Oktober geht es los

Mitte Oktober sollen die Bagger anrollen, um den Kanalbau zu realisieren. Da laut einem geologischen Gutachten mit schwierigen Bodenverhältnissen gerechnet wird, ist die Bauzeit mit etwa einem Jahr kalkuliert – bis spätestens aber Ende 2020. Wie genau die Kanaltrasse verläuft, dazu soll es in nächster Zeit noch einige Erklärungen geben, hieß es aus dem Fachbereich Abwasserbeseitigung. Unter anderem seien noch Probebohrungen erforderlich. Neben dem Entwässerungskanal werden für jeden Hausanschluss so genannte Rezensionszisternen gebaut. Die zwischen zwei und fünf Kubikmeter dimensionierten Anlagen seien von Privat zu finanzieren. „Das ist inzwischen im Land Standard“, sagte Dullisch.

Dass es durch die Baumaßnahmen zu Behinderungen und Einschränkungen kommt, ist allen Beteiligten bewusst. Annette Bachmann-Ade (SPD) machte unter andere auf die engen Verhältnisse in der Lingertstraße aufmerksam. Die Stadtverwaltung will zunächst den Baustellen- und den übrigen Verkehr sowie das Parken beobachten. Falls nötig, sollen steuernde Maßnahmen ergriffen werden.

Im Anschluss an den Kanalbau wird die Erschließung angegangen. Es soll zwei Straßen geben, jeweils mit Wendehammer. Die nördliche Stichstraße soll „Angoraweg“ und die südliche „Am Soormattbach“ heißen. Während es im Plangebiet nur drei öffentliche Parkplätze geben soll, ist für ausreichend Straßenbeleuchtung, die auf den jeweiligen Grundstücken stehen wird, gesorgt. Aufgrund der vorhandenen Fledermauspopulationen wird die Beleuchtung in Richtung Bach deutlich spärlicher ausfallen.

Im Übrigen soll es zum Fortgang des Baugebiets eine Info-Veranstaltung für die Bürger geben, was im Rat sehr begrüßt wurde.

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