Lörrach - Prominenten Besuch hatte am Donnerstag das Hospiz am Buck in Stetten: Die Schauspielerin und Buchautorin Heike Ulrich, die vor allem durch ihre Rolle in der ARD-Vorabendserie „Marienhof“ einem breiten Publikum bekannt wurde, zählt zu den Unterstützern der ersten Stunde.

„Es war mir schon immer wichtig, diese Arbeit zu unterstützen“, sagt Ulrich beim Gang durch das Hospiz. „Nicht jeder Sterbende hat Angehörige. Und nicht jeder Angehörige kann oder will Verantwortung übernehmen. Umso wichtiger ist ein Hospiz.“

Schon als die Idee geboren und der Förderkreis aus der Taufe gehoben wurde, trat sie mit in die Riege der Unterstützer ein. Der Kontakt kam über Elaine Leypoldt, ein Gründungsmitglied des Förderkreises zustande. Deren Sohn arbeitet als Maskenbildner in einem Filmstudio, und er berichtete Ulrich von dem Plan, ein Hospiz in Lörrach zu errichten.

Wichtiges Ziel erreicht

Der Förderkreis wurde im Jahre 2002 gegründet. Mit der Eröffnung des stationären Hospizes mit sechs Betten wurde im Oktober 2010 ein wichtiges Ziel erreicht. Im Hospiz können Menschen die letzte Zeit ihres Lebens würdevoll verbringen und in einer friedvollen Atmosphäre Abschied nehmen dürfen. Insgesamt kümmern sich elf hauptamtliche Kräfte um die Sterbenden, dazu kommen rund 20 weiter ehrenamtliche Kräfte, sowie zwei Mitarbeiterinnen in der Hauswirtschaft und eine Verwaltungskraft. „Wir sind personell gut aufgestellt“, freut sich Huck, als Vorsitzende des Förderkreises. Er berichtet weiter, dass auch der Förderkreis gut aufgestellt ist. Inzwischen zählt er über 1200 Mitglieder.

Das nächste Projekt, das in der Planung schon relativ weit fortgeschritten sei und das es zu meistern gelte, sei die Schaffung von zwei weiteren Zimmern. Die Nachfrage ist groß. Im vergangenen Jahr konnten 80 Gäste, wie die dort betreuten Menschen respektvoll genannt werden, betreut und begleitet werden. Es gab aber insgesamt 250 Anfragen. Nicht immer leicht, so Huck, dann eine Entscheidung zu treffen und Hilfesuchende abzuweisen, weil einfach kein Platz vorhanden ist. „Es kam da teilweise schon zu dramatischen Situationen, wenn Menschen am Ende ihres Lebens aus dem Krankenhaus entlassen wurden und keine Betreuungseinrichtung fanden.“

Hoffentlich keine zu großen Engpässe

Mit dem Schritt „acht plus zwei“ wolle man eine bessere Versorgung erreichen. Auch die Themen Vernetzung und Palliative Care spielen eine große Rolle. Huck ist froh, dass das Thema SAPV (Spezielle ambulante Palliativ Versorgung) Fahrt aufgenommen hat. Und mit dem neuen Kreiskrankenhaus, werde es dort eine Palliativstation geben, so dass künftig keine zu großen Engpässe in der Betreuung der sterbenden Menschen mehr vorhanden sei.

Für den Ausbau werden derzeit die Pläne angepasst, dann sollen die Förderanträge gestellt werden. Die Finanzierung sei, so der Vorsitzende, weitgehend durch den Förderkreis abgedeckt.

Man freue sich aber, so Huck, dass man so prominente Unterstützer wie Heike Ulrich, Fußballtrainerlegende Otmar Hitzfeld und den Schauspieler Wolfgang Hepp (Die Fallers) in den Reihen habe, die durch ihr Engagement dazu beitragen, dass das Hospiz in der Bevölkerung bekannt wird.   Heike Ulrich liest am heutigen Freitag, 20 Uhr, in der Buchhandlung Kastl aus ihrem Roman „Jenseits des Nordlichts“. Das Buch verwebt Aspekte nordischer Mystik und mittelalterlicher Geschehnisse mit dem Leben eines jungen modernen Paares. Der Eintritt ist frei.