Lörrach Beweglichkeit, Geselligkeit und Kultur

Sie freuen sich auf den Start des Quartiercafés im Gemeindehaus St. Fridolin: Marno le Moult (l.) und Dieter Funk. Foto: Ursula König Foto: Die Oberbadische

„Stetten – Hier bin ich daheim“: Mit diesem Slogan organisiert der Förderverein Seniorenzentrum St. Fridolin aktive Quartiersarbeit und verfolgt damit ein wichtiges Ziel: Langfristig soll der geplante Quartierstreff im Gemeindehaus Senioren dabei unterstützen, länger im gewohnten Lebensumfeld bleiben zu können und die Möglichkeit bieten, sich regelmäßig in geselliger Runde zu treffen.

L örrach. Mit der Gesundheitsmesse für Senioren wird das neue Quartiercafé am 23. Oktober im Gemeindehaus St. Fridolin eingeweiht. Die Organisatoren und Vorsitzenden des Fördervereins, Dieter Funk und Marno le Moult, erläuterten im Gespräch mit unserer Zeitung ein Konzept, das auf Beweglichkeit, Geselligkeit und Kultur setzt. Und: Es soll ein Ort für alle Altersklassen werden. Kaffee und Mittagessen sind ebenso eingeplant wie Gymnastik und Unterhaltung.

Senioren sollen sich auch selbst mit Beiträgen einbringen

Doch es wird auch angestrebt, dass Senioren sich selbst einbringen: Vorträge, Basteln sowie der Umgang mit neuen Medien können Beispiele dafür sein, dass Menschen ihre Fähigkeiten und ihr Wissen weitergeben.

Die Idee zu dieser Form der Quartiersarbeit entstand vor über einem Jahr und hat Dieter Funk sofort begeistert: „Wir haben ja die Räumlichkeiten hierfür und der Markttag in Stetten ist ein idealer Termin.“ Gespräche mit dem „Milchhüsli“ seien bereits erfolgt. Das Quartierscafé stelle eine Ergänzung und keine Konkurrenz dar, seien sich beide Seiten einig.

Auch Pfarrer Thorsten Becker war von der Idee so angetan, dass er die Mittel zur Finanzierung einer neuen Küche im unteren Stockwerk bereitstellte. Die Räumlichkeiten liegen ebenerdig, sind rollstuhlgängig und auch der Pfarrhof kann bei schönen Wetter miteinbezogen werden.

Die Förderung der Mobilität hat im geplanten Konzept einen hohen Stellenwert, denn, so erklärt le Moult: „Viele Menschen, die leicht gehbehindert sind, verlassen nicht mehr so leicht die eigenen vier Wände.“ Deshalb steht auch der Pfarreibus zur Verfügung, um mobilitätseingeschränkten Menschen die Teilnahme am Quartierscafé zu ermöglichen. Gesammelt werde zudem für einen behindertengerechten Bus.

Mobilität möglichst lange erhalten, Unfällen vorbeugen

TuS-Übungsleiterin Barbara Kothe wird das Bewegungsangebot anleiten, mit dem Ziel, Mobilität möglichst lange zu erhalten und Unfällen vorzubeugen. Neben vielen Ideen planen die Organisatoren ein langfristiges Beratungsangebot ein. An Anregungen fehlt es nicht, „nur anfangen müssen wir“, sind sich beide einig. Dann kann es losgehen mit dem „Schwätzli“ in guter Gesellschaft, einem Kaffee vor oder nach dem Marktbesuch, einem kleinen Mittagessen zwischen den Programmpunkten oder dem Besuch der Pfarrbibliothek, die ebenfalls mittwochs geöffnet hat.

Dieter Funk und Marno le Moult werden die ersten Treffen begleiten, denn das Konzept sei zwar auf den Weg gebracht, aber es können noch weitere Idee einfließen. So zeigen sich beide optimistisch: „Wir werden erstaunt sein von den Möglichkeiten.“   Gesundheitsmesse für Senioren und Einweihung des Quartiercafés: Sonntag, 23. Oktober, 9.30 Uhr Gottesdienst in der Kirche St. Fridolin, 11 bis 17 Uhr Gesundheitsmesse im Gemeindesaal

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