Von Ursula König

Spielen, gestalten und Raum für Begegnungen: Mit einem bunten und fröhlichen Fest feierte die Dieter-Kaltenbach-Stiftung am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen.

Lörrach. Ein vielfältiges Bühnenprogramm und Einblicke in die Fachbereiche begeisterten kleine und große Besucher gleichermaßen.

Mit den temperamentvollen Klängen der „Sugar Foot Stompers“ wurde die Bühne am Morgen im Außenbereich eröffnet, bevor die Gäste zum Sektempfang und Brunch gebeten wurden.

Den hohen Stellenwert der Stiftung für Stadt und Landkreis hoben Bürgermeistermeister Michael Wilke und Landrätin Marion Dammann hervor. Die Stiftung sei mit ihrer Tradition hier fest verwurzelt.

Christian Bucher von der Bürgerinitiative erinnerte daran, dass die Stiftung sich vor mehr als 20 Jahren nach außen geöffnet habe und einen wichtigen Beitrag zur Integration für zugezogene Menschen aus Osteuropa im Quartier geleistet habe.

Beatrice Kaltenbach-Holzmann, Vorsitzende der Stiftung und Tochter des Gründers, erläuterte in einem kurzen Rückblick die Beweggründe ihres Vaters, die Stiftung ins Leben zu rufen. Der „intensive Wunsch“, etwas weiterzugeben, das die Persönlichkeit stärke war ebenso ausschlaggebend wie der Wunsch, angesichts „fortschreitender Technisierung“, Freiräume für Spielen und Gestalten sowie eine Atmos-phäre zu schaffen, „die Beziehung zu anderen Menschen und zur Umwelt und Natur ermöglicht und unterstützt“. Seit der Gründung sei viel passiert: Bedürfnisse seien erkannt, Gebäude errichtet und Ideen entwickelt worden.

Das Fest ermöglichte einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der Stiftung und lud zum Austausch und zu Begegnungen ein. „Wir feiern die Stiftung und wir feiern dies gemeinsam mit unseren Gästen“, erklärten die Leiter Iris Teuliere und Bernd Schandera.

Die Grundidee sei, dass alle, die mitwirken, sich vorstellen. Die beiden Leiter freuten sich vor allem darüber, viele Menschen begrüßen zu können, die der Stiftung über Jahre sehr verbunden sind. Das Fest solle aber auch Menschen erreichen, welche die Vielfalt und die Arbeit noch nicht kennen.

So gehörten Führungen und Präsentationen der verschiedenen Arbeitsfelder ebenso zum Programm wie Tanz- und Gesangsaufführungen auf der Bühne mitten im Grünen.

Die Fachbereiche der Stiftung decken ein weites Spektrum ab, das von der Kleinkindbetreuung bis zur Jugendarbeit reicht und Volkshochschulangebote ebenso mit einbezieht wie offene Ferienprogramme und strukturierte Angebote.

Mit einem kulinarisch vielseitigen Angebot wurde ein facettenreiches Programm abgerundet, das Spiel und Begegnung ermöglichte und die Vielfalt der Stiftung spiegelte an einem Ort, der, so Kaltenbach-Holzmann, „prädestiniert ist zu Feiern“.

Die spielerische und zwanglose Atmosphäre des Festes dürfte ganz im Sinne des Gründers gewesen sein. Das Abschlusskonzert des Oberrheinischen Orchesters rundete einen gelungenen Festtag ab, der viel zu bieten hatte.