Lörrach Brunnen österlich herausgeputzt

Lörrach - Bei einem Streifzug durch Lörrach hat unsere Reporterin einige Brunnen entdeckt, die die Anwohner zu Ostern schön gestaltet haben.

Der kleine Brunnen am Dreiländermuseum ist mit seinem Osterschmuck ein Blickfang: Die Lörracher Künstlerin Astrid Eichin hat ihn mit Buxgirlanden, bunten Eiern und mit Fähnchen von Frankreich, der Schweiz und Deutschland liebevoll gestaltet. In der schwierigen Coronazeit habe sie kleine Lichtblicke setzen wollen, die die Menschen erfreuen, sagt sie.

Sie wohne in der Kreuzstraße und sei oft mit dem Rad unterwegs, erzählt Astrid Eichin. Dabei habe sie entdeckt, wie viele schöne Brunnen es in der Stadt gibt. Der Osterbrauch des Brunnenschmückens, den sie aus ihrer Heimat bei Nürnberg kennt, inspirierte sie, in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Lörrach den Brunnen am Museum und den Kronenbrunnen vor dem Café Pape österlich zu gestalten. Die Genehmigung der Stadt war schnell eingeholt. Das Blumengeschäft Alraune steuerte die Buxgirlanden bei.

Im Museum erfuhr Astrid Eichin Interessantes über die Lörracher Brunnen: Viele wurden im 19. Jahrhundert mit hellem wertvollem Jurakalk gebaut. Die Menschen holten dort ihr Trinkwasser, weil es noch keine Wasserleitungen gab. Einzelne Brunnen dienten auch als Viehtränke, wie der auf dem ehemaligen Viehmarkt am Engelplatz. Im ehemaligen Gasthaus Krone logierten illustre Gäste wie Napoleon und der deutsche Kaiser.

Da Astrid Eichin große Freude daran hatte, die beiden Brunnen zu schmücken, möchte sie dies im kommenden Jahr gerne gemeinsam mit anderen Menschen oder auch mit Schulklassen tun. Interessierte können sich bei der Touristinformation (E-Mail: tourismus@loerrach.de) melden und dort nach ihren Kontaktdaten fragen.

Auch Vera Holdermann-Müller und ihre Freundin Susanne Le Claire schmückten zum ersten Mal den Jägerbrunnen in Röttelnweiler mit bunten Eiern, Blumen und Strohhasen. Immer wieder würden Spaziergänger Richtung Burg Rötteln auf der Bank neben dem Brunnen Rast machen oder ihn fotografieren, freut sich Holdermann-Müller. Die Familien Trombetta und Mutz schmückten einen Brunnen beim Gasthaus Waldhorn in Brombach. Auch die Familien und die beiden Frauen hatten den Wunsch, den Menschen in diesen kontaktarmen Coronazeiten eine Freude zu machen.

In Tumringen ist es schon seit Jahren Brauch, den Brunnen im alten Dorfkern im Sommer mit Blumen sowie zu Weihnachten und zu Ostern zu schmücken. „Wir haben hier eine gute Nachbarschaft“, sagt Gisela Krawczyk. Sie erzählt von Grillabenden, von Schwätzchen am Brunnen. Für den Osterschmuck fertigte sie ein Band aus grünem Efeu und hängte mit Nachbarinnen bunte Eiergirlanden auf. Im März 2020, im ersten Corona-Shutdown, hätten die Nachbarn jeder für sich zu Hause Eier angemalt, erzählt sie.

In Tüllingen schmückt der Dorfverein Dülliger Schnägge den schönen Sandsteinbrunnen an der Dorfstraße schon seit 23 Jahren zu Weihnachten, zu Ostern und im Sommer mit Blumen. Jetzt ist er mit Efeugirlanden, bunten Eiern und Stiefmütterchen ein Blickfang. Nachbarn würden die Blumen regemäßig gießen, freut sich Karin Glattacker vom Vorstand.

Groß ist die Freude bei allen Beteiligten, dass die Stadt die Brunnen rechtzeitig zu Ostern angestellt hat. In Tumringen freuten sich am Mittwoch vor allem die Kinder: Bei sommerlich warmen Temperaturen nahmen sie im Brunnen gleich ein erfrischendes Bad.

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