Lörrach Die ganze Stadt in der Hosentasche

„hoi! Lörrach, was ist los in deiner Stadt?“ Andreas Berlin (rechts) und Johannes Rieger erläuterten Wissenswertes rund um die neue App.Foto: Bernhard Konrad Foto: Die Oberbadische

Die ganze Stadt auf einen Blick: Das soll die App „hoi! Lörrach“ bieten, die ab 1. November zur Verfügung steht. Während der Mitgliederversammlung von Pro Lörrach am Dienstagabend wurde die innovative Offerte vorgestellt.

Von Bernhard Konrad

Lörrach. Digitalisierung ist die Zukunft? Das stimmt längst nicht mehr: Sie ist die Gegenwart. Und wer das nicht verstanden habe, sei schlicht aus der Zeit gefallen, sagte Oberbürgermeister Jörg Lutz zum Auftakt im Forum der Sparkasse Lörrach- Rheinfelden.

Digital und analog

Das bedeute keineswegs, dass Analoges der Vergangenheit angehöre, betonten Lutz und der Pro Lörrach-Vorsitzende Hans-Werner Breuer unisono – im Gegenteil. Doch gewinne die professionelle Verzahnung beider Welten weiter an Bedeutung, insbesondere für den Handel. In diesem seien das „Einkaufserlebnis“, die Qualität der Beratung und die persönliche Ansprache noch immer zentrale Faktoren – und sie werden es gewiss auch bleiben. Aber dies allein wird nicht mehr reichen.

Die App

Die unter Federführung von Andreas Berlin und Johannes Rieger entwickelte App „hoi! Lörrach“ soll die Lerchenstadt einen großen Schritt voran bringen. Sie bündelt Informationen über die gesamte Stadtgesellschaft – neben dem Handel bildet sie etwa Kultur-, Gastronomie-, Freizeit- und Mobilitätsthemen ab. Die „Oberbadische“ steuert ausgewählte lokale Inhalte zum facettenreichen Angebot bei.

„Lörrach im Hosentaschenformat“, so formulierten es Berlin und Rieger, die von rund 3000 gewerblichen, institutionellen und kulturellen Basis-Einträgen mit Adresse, Telefonnummer und Website sprachen.

Die App kann gratis heruntergeladen werden und berücksichtigt den Service-Gedanken für ihre Nutzer in vielerlei Hinsicht: auch durch die präzise Angabe der Entfernung zum Ziel samt Routenfunktion oder die Nennung mehrer Alternativen, beispielsweise bei der Suche nach Geldautomaten.

Die Finanzierung

Mit der App sollen nicht zuletzt neue Mitglieder für Pro Lörrach gewonnen werden, denn sie ist kein statisches Gebilde, sondern wird stetig weiterentwickelt und betreut. Dies unter der Regie von Andreas Berlins Unternehmen „unknown?“.

Die Mitgliederversammlung bewilligte einen auf zunächst drei Jahre angelegten Kooperationsvertrag mit „unknown?“: Die einmaligen Implementierungskosten in Höhe von 43 000 Euro kann Pro Lörrach aus vorhandenen Mitteln finanzieren.

Die operativen Folgekosten in Höhe von 27 000 Euro pro Jahr sind bereits zu jeweils 15 000 Euro jährlich durch Unterstützungsbeiträge von Sparkasse (10 000 Euro pro Jahr) und Volksbank (5000 Euro pro Jahr) teilfinanziert, wie Christian Eschbach in seinem Kassenbericht erläuterte.

Mit dieser App, so Eschbach wohl in Anspielung auf die Positionierung der Stadt im regionalen Wettbewerb der Kommunen, sei Lörrach „anderen gegenüber meilenweit voraus“.

Der digitale Gutschein

Eine weitere Neuerung stellten Burkhard Jorg und Elmar Bruno vor: den digitalen Gutschein, der ab 1. November online erworben werden kann.

Auch in diesen Fall wird Innovatives mit Bewährtem verknüpft: Der Pro Lörrach-Gutschein in Papierform wird auch künftig zu haben sein. Die digitale Variante ergänzt dieses bei zahlreichen Kunden beliebte Angebot, dies verbunden mit einem höheren Maß an Flexibilität. Denn: Die Gutscheine können bis zu einem Betrag in Höhe von 250 Euro online gekauft und versendet werden. Auch die Einlösung von Teilbeträgen soll über einen QR-Scan beim Einkauf mit dem Smartphone möglich sein. Partner von Pro Lörrach ist das auf solche „Stadtgutscheine“ spezialisierte Unternehmen „Zmyle“ aus Coesfeld.

In den nächsten Schritten soll der Einzelhandel auf die Anwendung des digitalen Gutscheins vorbereitet werden. Nach einer Testphase wird die Offerte aller Voraussicht nach Anfang November an den Start gehen: Rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft, mit dem der hiesige Handel nach einem Jahr, wie es in der Nachkriegsgeschichte noch keines gab, auf einen ermutigenden Abschluss hofft.   Über weitere Aspekte der Mitgliederversammlung berichten wir noch.

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