Lörrach - Im Hebelsaal des Dreiländermuseums findet am Sonntag, 25. November, 17 Uhr, eine „Literarische Begegnung“ des Hebelbunds statt. Hans Jürg Zingg, ein Schweizer Vertreter der Spoken Word-Bewegung, trägt aus seinem Werk vor.

Diese auf Mündlichkeit beruhende Tradition bricht die Grenzen der Schriftlichkeit auf: Ein Mensch tritt vor sein Publikum und trägt eine Geschichte oder ein Gedicht vor, um zu unterhalten oder zum Nachdenken anzuregen.

Die Ursprünge aller Literatur aus der gesprochenen Sprache sind bekannt. Epen der Weltliteratur wurden zunächst mündlich weitergegeben. Die Vertreter der Spoken Word-Bewegung rufen dies in Erinnerung: Ihre Werke leben mehr vom Sprechen als vom Schreiben, mehr vom Hören als vom Lesen.

Der 1944 geborene Hans Jürg Zingg ist in der Schweiz seit Jahren einer ihrer wichtigen Vertreter. Auch als Kabarettist ist Zingg bekannt geworden. Meist sind diese Texte kurz – so dass man sie mühelos auswendig vortragen kann. Aber auch längere Texte entstehen: So arbeitet er an einem Spoken Word-Roman in Mundart, der wesentlich vom mündlichen Vortrag lebt. Aus diesem und älteren Werken wird er vortragen.

Einführende Worte zur Lesung in Kooperation mit dem Dreiländermuseum übernimmt der Präsident des Hebelbundes, Volker Habermaier. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.