Lörrach Die Welt ist schön – und bedroht

Gabriele Hauger
Der Eröffnungsfilm will die schönen Seiten der Welt zeigen. Foto: zVg/C Universum Film.

Das Nellie Nashorn veranstaltet die ersten Nachhaltigkeitstage. Damit sollen Veränderungen angestoßen worden, das alles in einer Mischung aus Spaß, Kultur und Information. Was wird geboten?

„Enter into the world of Beauty“: Unter diesem Motto gleist das Nellie Nashorn die ersten Nachhaltigkeitstage auf, federführend organisiert von Stephanie Staib, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Nellie verantwortlich zeichnet.

Breit gefächert

Klimawandel, Umweltverschmutzung – dass unsere Welt bedroht ist, sei in den Köpfen der meisten Menschen fest verankert, erklärt sie im Gespräch. Wer sich ums Klima sorge, den treibe das Thema Nachhaltigkeit zwangsläufig um. Zwischen dem 21. und dem 25. Februar soll daher ein breit gefächertes Angebot aus Information, Unterhaltung, Workshop, Kultur und Beisammensein möglichst tief in die Gesellschaft wirken, über vernetzte Initiativen hinaus. „Mit dem Mix hoffen wir, viele zu erreichen.“ Man wolle genau hinschauen, reflektieren und Möglichkeiten finden, um Veränderungen anzustoßen. Zudem soll der Blick auch darauf gelenkt werden, wo sich Positives tut, wo Fortschritte erzielt werden. Das Programm zeigt einerseits das Engagement vieler Lörracher Initiativen, präsentiert wird aber auch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema.

2040 – Wir retten die Welt!

Den Auftakt macht der Films „2040 – Wir retten die Welt!“ aus der Fairnetzt-Filmreihe am 21. Februar, präsentiert von der Evangelischen Erwachsenenbildung und Café Kirche. „Wir wollten hier keinen Problemfilm zeigen – die gibt es ja genug“, erklärt Stephanie Staib.

Makrofotografie aus dem Workshop

Das Schöne im Zentrum

Vielmehr solle das Schöne, das Mutmachende im Vordergrund stehen. Und so zeigt der Film vor allem Natur und Tiere, meist von ihrer schönen Seite. Der Filmemacher präsentiert zudem einige Beispiele von Nachhaltigkeit, die schon jetzt wirken: von Urban Gardening über Carsharing bis zur alternativen Energiegewinnung.

Stephanie_Staib_ (rechts) und Laura_Ablancourt-Maynard_ Foto: _Kom Achall

Am 23. Februar wird das Thema Nachhaltigkeit künstlerisch in den Fokus gerückt. Unter dem Titel „World of Beauty“ wird eine Ausstellung im Café geöffnet. Gezeigt werden Makro-Aufnahmen, die in Nellie-Workshops entstanden sind. Mit einer speziellen, aufs Handy aufgesteckten Linse, begaben sich Schüler und andere Zielgruppen in den Nellie-Garten, und machten sich auf Motivsuche. „Es ging auch darum, die Schönheit der Pflanzen direkt vor der Haustür in den Fokus zu rücken“, erläutert Stephanie Staib. Gezeigt werden zudem Kunstbeiträge der englischen Partner des kulturellen Austauschprogramms.

Ein Poetry Climate Slam am 23. Februar, moderiert von Linnea Gehlert, lädt Wortkünstler ein, zur Nachhaltigkeit zu improvisieren.

Essen teilen

Geschnippelt, gemeinsam gekocht und gegessen wird dann am 24. Februar beim „Foodsharing“. Das kleine Blockhaus im Nellie-Garten bietet seit mehreren Jahren erfolgreich Lebensmittel an, die nicht mehr verkauft werden können. Damit wird gekocht. Am Abend soll dann die kurzweilige Vortragsshow „Pecha Kucha“ das Thema weiterdrehen. Das Format bezeichnet eine klar festgelegte Vortragstechnik: 20 Bilder in 20 Sekunden, für ein Thema. Vereine und Institutionen können sich anmelden, das Interesse sei schon jetzt groß, so Staib. So stehen bereits der Runde Tisch Klima oder das Schüttwerk auf der Liste, und wollen ihr nachhaltiges Wirken unterhaltsam vortragen.

Zum Abschluss „open house“

Beim Abschluss der Nachhaltigkeitstage laufen alle Fäden zusammen: Beim „open house“ am 25. Februar gibt es gemeinsames Frühstück, einen Workshop Makrofotografie, die Pop-up Nähwerkstatt ist vor Ort, und Katja Mayer hält einen Vortrag über „Konsum und Werbung“.

Sollte das Format gut angenommen werden, plane man eine Fortsetzung, Denn: „Unsere Welt ist wunderschön – und bedroht“.

Weitere Informationen unter https://nellie-nashorn.de

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