Lörrach Die Zuversicht überwiegt

Lörrach (bk). Das Mitgliedervotum der Sozialdemokraten hat den früheren nordrhein-westfälischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken an die Spitze der Partei befördert. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Klara Geywitz hatten das Nachsehen. Die formelle Wahl steht noch aus. Wie bewerten Lörracher Genossen dieses Votum?

Horst Simon: Ich hoffe, dass die große Koalition Bestand haben wird. Alles andere würde aus meiner Sicht keinen Sinn ergeben. Eine etwas linkere Positionierung der SPD wäre nicht verkehrt, aber das Duo Walter-Borjans und Esken steht mir schon etwas zu weit links.

Christiane Cyperrek: Sie sind das Duo meiner Wahl. Ich freue mich sehr, dass sie gewählt worden sind und hoffe, dass damit ein Aufbruch, eine sozialdemokratische Erneuerung einergehen wird. Olaf Scholz ist seit Jahren in Führungspositionen und würde eher für ein „Weiter so“ stehen – nicht aber für den Wandel.

Annette Bachmann-Ade: Ich freue mich, dass die Parteibasis für Norbert Walter-Borjans und Saskja Eskin entschieden hat. Damit ist der Weg frei für eine Erneuerung in der SPD-Arbeit auf Bundesebene. Die zermürbende Personaldebatte kann jetzt zugunsten einer zielstrebigen Sacharbeit beendet werden.

Ein „Weiter so“ wie bisher darf es nicht geben. Ich begrüße die Forderung der designierten Parteispitze nach einer Überarbeitung der Koalitionsvereinbarung in wichtigen Punkten wie etwa dem Mindestlohn und neuen Investitionen, unter anderem in das Bildungssystem und die Digitalisierung.

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Beim vergangenen SPD-Parteitag wurden die Außenseiter Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an die Spitze gewählt. Werden die Sozialdemokraten mit der neuen Personalie an Stärke gewinnen?

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