Lörrach Dinieren und Feiern

Gabriele Hauger

Benefiz: Gala der Bürgerstiftung im Burghof

Endlich wieder! Dieser Abend hat im Kalender der Stadt gefehlt. Und so genossen die Besucher nach Corona-Zwangspause wieder die festlich-gemütliche Stimmung bei der Benefiz-Gala der Bürgerstiftung im Burghof. Mit der Ehrung des ehemaligen Polizeichefs Wolfgang Grethler wurde zudem nach Meinung aller eine ausgezeichnete Wahl getroffen.

Von Gabriele Hauger

Lörrach. Festlich gedeckte Tische, dezente Live-Musik, elegante Damen, das Klirren von Sektgläsern und angeregtes Geplauder – man kennt sich. Am Samstagabend versammelten sich wieder viele Bürger Lörrachs, die den Anlass sehr schätzen, einen festlichen Abend zu verbringen und gleichzeitig Gutes zu tun. Denn schließlich dient die Benefiz-Gala dazu, wichtige gesellschaftliche Projekte zu unterstützen.

"Hier können Sie inflationsfrei investieren"

„Ich hoffe, Sie hatten viel Zeit zu sparen“, bemerkte denn auch die Stiftungsvorsitzende Ute Lusche in ihrer Begrüßung augenzwinkernd und rührte schon mal die Werbetrommel zum Kaufen von Losen; eine Aufforderung, die später höchst amüsant vom Vorsitzendes des Stiftungsrats, Rainer Liebenow, bekräftigt wurde: „Hier können Sie inflationsfrei investieren“.

Ute Lusche streifte Eckpunkte des Engagements der Stiftung, hob besonders die Sprachförderung hervor: „Sprachlicher Austausch ist der Schlüssel zur Integration“.

Die Ehrung

Integration – dieses Stichwort passt auch zum Wirken des ehemaligen Lörracher Polizeichefs Wolfgang Grethler. Die Laudatio übernahm Stiftungsmitglied Franz Schmider und verpackte sie in typisches Polizisten-Vokabular: Die Beweislage sei eindeutig: Grethler sei überführt, dass er des Preises würdig sei. Schmider streifte die beruflichen Stationen des stets „freundlich und verbindlichen“ Polizeichefs. Gerade in diesen Zeiten müsse die Polizei für Vieles herhalten. Er bezeichnete Grethler als überzeugten Verfechter von Demokratie und Rechtsstaat, ein würdiger Repräsentant, der viel mehr machte als Dienst nach Vorschrift.

Der Geehrte

Der ehemalige Polizeichef dankte erwartungsgemäß bescheiden für diese Worte. Und wollte die Auszeichnung keinesfalls für sich allein in Anspruch nehmen. Er sieht sie vielmehr als Anerkennung für die Arbeit der Kollegen insgesamt. „Ich habe nur meine Pflicht getan.“ Polizeiarbeit sei ein Gemeinschaftswerk. Denn rund um die Uhr setzten sich seine Kollegen mit Empathie zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Bürger ein. Gerade in diesen Tagen, in denen Sicherheitskräfte zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt seien. „Das werde ich nie verstehen“, so Grethler. Den Preis interpretierte er auch als Motivation für alle Beamten im Streifendienst. „Wir wünschen uns das Vertrauen und den Respekt der Bürger.“

Die Kulinarik

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends bestand indes im Genuss der köstlichen Speisen, die von fünf regionalen Wirten kredenzt wurden. Dies waren: die Krone in Inzlingen, die Mühle in Binzen, der Maien in Tüllingen, das Wasserschloss in Inzlingen und neu mit dabei das Restaurant Glöggler aus Schopfheim, dessen Chef in der späteren Vorstellungsrunde durch erfrischende Kommentare auffiel. „Wir sind ein gut eingespieltes Team hier“, betonte Küchenchef Wiedmer, während Sonja Hechler sich über die gut laufende Branche insgesamt freute und Simone Beha zum Glück bisher keinen Fachkräftemangel zu beklagen hat. Viel Applaus für alle, die vor und hinter den Töpfen und Gläsern wirkten sowie auch für den aufmerksamen Service, der von eifrigen Sparkassen-Azubis unterstützt wurde.

Leicht fiel die Entscheidung der Gäste nicht, für welchen Gang man sich entscheiden sollte: Wilder Heilbutt oder gebratene Gambas? Flusskrebssuppe oder Thai-Curry mit Seeteufel? Entrecôte oder Wildschweinpfeffer? Und dann noch die leckern Desserts! Satt und zufrieden wurden die Gäste auf jeden Fall alle. Und beim Anstehen gab es Gelegenheit, sich mit anderen Besuchern auszutauschen und die wunderbar angerichteten Teller der Vorbeigehenden zu inspizieren.

Zahlreiche weitere Helfer und Unterstützer machten den Benefizabend zu einem gelungenen Ereignis, nicht zu vergessen die ambitionierten Musiker.

Musik und Tanz

Wesentlich zur Atmosphäre trugen Brigitte Schnabel und Florian Metz mit Klavier und Geige bei sowie die Band Upgrade, die spontan für die erkrankte Steffi Lais eingesprungen war und auch zum anschließenden Tanz die passende Untermalung bot.

Fazit

Wie zitierte Ute Lusche so schön am Beginn des Abends: „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.“ (Theodor Heuss). Und so bleibt zu hoffen, dass auch die Zukunft der Benefizgala eine Gute ist.

 Weitere Fotos unter www.dieoberbadische.de

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