Lörrach Dröschischopf nur für Werkhof?

In den zwei Jahren seit dem Brand hat sich die Natur die Fläche am Rosswangweg zurückerobert. Foto: Gottfried Driesch

Lörrach-Brombach - „Wir sind glücklich und dankbar, dass er wieder aufgebaut wird“, sagte Brombachs Ortsvorsteherin Silke Herzog in der Ortschaftsratssitzung am Dienstag. Gemeint ist der am 11. Mai 2019 abgebrannte, am Rosswangweg an der Grenze zum Außenbereich gelegene Dröschischopf.

Fachbereichsleiterin Annette Buchauer (Grundstücks- und Gebäudemanagement) stellte jetzt dem Ortschaftsrat eine Beschlussvorlage dafür vor. Nach der Kostenberechnung geht die Stadt von Baukosten in Höhe von 180 000 Euro aus. Ein Teil der Arbeiten wird der Werkhof selber ausführen, um die Kosten gering zu halten.

Trotz des Einsatzes von bis zu 80 Feuerwehrkräften konnte der Schopf nicht gerettet werden. Er diente insbesondere dem Werkhof als Außenlager für technische Geräte. Ebenfalls hart getroffen waren die Lörracher Narren. Das Narrenschiff „Ammeledä“ der Narrengilde und weitere Gerätschaften der Gilde verbrannten vollständig. Auch einige Brombacher Vereine verloren ihre Ausrüstung für die Schlossgrabenfeste. Die Brandursache konnte nie geklärt werden.

Silke Herzog hatte bereits im Mai 2019 den Wiederaufbau gefordert. Damals hieß es, man müsse erst abwarten, was die Versicherung zahle. Das ist inzwischen klar. Bisher wurden 69 528 Euro Versicherungsleistung und 32 265 Euro Erstattung der Abbruchkosten geleistet. Bei Einhaltung der Wiederherstellungsfrist bis Ende 2022 bekommt die Stadt auch die Neuwertspanne in Höhe von 54 140 Euro.

Nach dem vorläufigen Zeitplan könnten die Leistungen im August oder September ausgeschrieben werden. Im Oktober wäre dann Baubeginn – der Dröschischopf stünde voraussichtlich im Sommer 2022 den Nutzern zur Verfügung.

Harald Eberlin (SPD) zog eine weitere Nutzung durch die Narrengilde in Zweifel. Das Narrenschiff habe einen großen Teil des Raumes eingenommen und das „Ersatzschiff“ sei jetzt auch woanders – auf dem Gretherhof – untergebracht. Buchauer betonte, dass bisher der Werkhof davon ausgegangen sei, den gesamten neuen Schopf zu nutzen.

Mobilitätsdrehscheibe

Mehr Diskussionsbedarf gab es bei den Beratungen über die Entwurfsplanung und Kostenberechnung zur Mobilitätsdrehscheibe Brombach. Vorgesehen sind vier Busstandplätze, 46 öffentliche Parkplätze, 52 Stellplätze für die Schöpflin Stiftung (diese stehen nur sehr eingeschränkt der Allgemeinheit zur Verfügung) und zwölf private Stellplätze der Vacuform AG. Die Baukosten werden zwischen der Stadt und der Schöpflin Stiftung anteilmäßig aufgeteilt. Als Gesamtkosten werden im Entwurf 2,16 Millionen Euro genannt.

Hans-Hermann Reinacher (Freie Wähler) regte eine Vereinbarung mit Vacuform an, die Busse von Auswärtsmannschaften bei Sportveranstaltungen auf dem Vacuform-Gelände abzustellen. Dies sei früher einmal zur Sprache gekommen. Klaus Dullisch, Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr, Sicherheit, sagte zu, bei den anstehenden Verhandlungen diesen Punkt anzusprechen.

Silke Herzog regte ein Dach für die Bussteige an. Auch fragte sie, ob eine Toilettenanlage geplant sei. Der Entwurfsplanung wurde bei zwei Enthaltungen zugestimmt.

Hellbergschule

Der Brandschutz der 45 Jahre alten Hellbergschule ist verbesserungsbedürftig. Darum sollen in zwei Bauabschnitten für insgesamt 465 000 Euro die Flure und die Aula saniert werden. Dazu gehört die Neugestaltung der Decken, die Erneuerung der elektrischen Anlage nebst Beleuchtung sowie eine stark verbesserte Brandmeldeanlage.

Der erste Bauabschnitt mit den Fluren im Obergeschoss soll in diesem Sommer erfolgen. Der zweite Bauabschnitt mit Flur und Aula im Erdgeschoss soll im Sommer 2022 folgen. Die Vorlage wurde einstimmig angenommen.

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