Lörrach Farbenfroh und filigran

Margrit Stolz (links), Laudator Franz Dischinger und Sabine Stolz eröffnen die Ausstellung in der Bibliothek. Foto: Willi Vogl

Lörrach-Brombach - „Figuren und Farben, Gegenständliches und Abstraktes, Fröhliches und  Buntes“ gibt es laut Ankündigung zur Vernissage noch bis zum 27. März in der Bibliothek Brombach zu sehen.

„Margrit und Sabine Stolz haben den Mut in die Öffentlichkeit zu gehen und ihre Arbeiten zu präsentieren“, stellte Bibliotheksleiter Franz Dischinger in seiner Laudatio fest. Er skizzierte die Vita der beiden Brombacher Künstlerinnen mit ihren vielfältigen Unterrichts- und Weiterbildungsaktivitäten.

Dabei befassten sich Tante und Nichte Stolz mit unterschiedlichsten Techniken wie der Papierbatik, mit Radierungen, der Collagentechnik, der Objektkunst, dem figürlichen Zeichnen nach Modellen, dem kreativen Umgang mit Powertex und immer wieder auch mit der Aquarell- und Acrylmalerei.

Acryltechnik ist ein verbindendes Element der derzeit ausgestellten Bilder und Zeichnungen. Ein anderes ist die gemeinsame Vorliebe für eine dekor- und ornamentbasierte Bildgestaltung. Interessanter als die Gemeinsamkeiten sind jedoch die Unterschiede in den Werkgruppen der beiden Künstlerinnen. „Man kann jedes Bild sofort der jeweiligen Malerin zuordnen“, begeisterte sich Dischinger bei aller Vielfalt für die jeweils charakteristische Farb- und Formgebung der beiden Künstlerinnen.

„Man darf ein Bild aufhängen, wie man will"

Das Oben und Unten ist in den farbenfrohen abstrakten Bildern von Sabine Stolz nicht zwangsläufig vorgegeben. „Man darf ein Bild aufhängen, wie man will“, machte die Malerin auf den gestalterischen Mehrwert für den Nutzer aufmerksam. Ihre Bildaussagen sieht sie stark im Zusammenhang mit den Befindlichkeiten während des Malens: „Wenn ich Stress im Beruf habe, entstehen häufig Rostbilder, wenn es mir gut geht, gibt es Blüten“. Manchmal manifestieren sich ihre Farbabstraktionen wie etwa in „Great Britain“ oder in „Blüten“ auch in der gegenständlichen Formenwelt oder eröffnen wie in „Lavasee“, „Vulkan“ oder „Fisch“ durch die Titelgebung eine zusätzliche gegenständliche Assoziation.

Zusammen mit ihrer Mutter und der Tante Margrit besuchte Sabine Stolz bereits in jungen Jahren die Art Basel. „Diese Besuche stellten für mich Normalität dar und ermöglichten mir künstlerische Schlüsselerlebnisse“, erläuterte sie ihre anhaltende Malmotivation.

Wenngleich auch Margrit Stolz von solchen Besuchen heute noch profitiert, bestimmten sie bei ihr einen völlig anderen Gestaltungsfokus mit. Sie interessiere sich vor allem für das Figürliche. „Einen schönen Menschen zu porträtieren ist schwieriger als einen vom Ideal abweichenden Charakter“, machte Margrit Stolz auf die Hürden in ihrer Arbeitsweise aufmerksam. Dabei spielen Themen wie „Japan“ und „Harlekin“ eine inhaltsbestimmende Rolle. So mutet etwa „Gemeinsam“ wie eine fernöstliche Modenschau mit Kimonos an. In den vielfältig ornamentdominierten, fein gezeichneten Acrylbildern blitzt manchmal auch die Darstellung einer menschlichen Befindlichkeit durch. „In Gedanken“ ist so ein Porträt, bei dem die großen traurigen Augen des weiblichen Gesichts mit der durchschimmernden Holzmaserung einen spannenden Kontrast erzeugen.

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