Von Lara Hackmann

Über Stock und Stein hüpfen, mit einer Blechdose fotografieren, Mammuts aus Lehm formen – das Ferienprogramm der Dieter Kaltenbach-Stiftung ist kreativ und bunt. Am Montag startete die erste Woche und bereits gestern mussten die Tagesanmeldungen gestoppt werden – der Andrang war einfach zu groß.

Lörrach. Aufgeregt und voller Vorfreude sind die Kinder des VHS-Kurses „Fotografieren mit der selbstgebauten Lochkamera“ gestern auf Motivsuche gegangen. Auf dem Gelände können die jungen Teilnehmer noch bis morgen fotografieren – aber anders als gewohnt.

Bevor es ans Bauen der Lochkamera ging, mussten die Jungs und Mädels ihr bisheriges Wissen über Kameras vergessen: „Die Kinder können sich das bislang noch nicht vorstellen: ohne Strom und ohne Speicherkarte, dafür aber mit einer Metalldose Fotos machen zu können“, sagte Christoph Madico Bosch, Leiter des Kurses.

Prompt wurde der Raum in eine Dunkelkammer umgewandelt, die Rotlichtlampe aufgestellt, und lichtempfindliches Fotopapier besorgt – alles, was man zum analogen Fotografieren braucht. Die Kamera durften die Kinder selbst herstellen und gestalten. Ein nadeldickes Loch wurde in jede Blechdose gestoßen, und im Anschluss durfte jeder seine Lochkamera bemalen und verzieren.

„Die Kinder müssen bei der heutigen und morgigen Belichtung ganz schön still sitzen. Bis zu zwei Minuten kann das dauern“, erklärte Bosch. Es sei ein wichtiges Ziel des Programms, dass die Teilnehmer Durchhaltevermögen erlernen, fügte Sebastian Kaltenbach vom Fachbereich Gestaltung hinzu.

Große Freude bei den Kindern: „Wir dürfen die Kameras behalten. Das wird ein Riesenspaß werden, wenn ich die ganze Zeit meinen Freund fotografiere und er sich dann vor mir versteckt“, sagte Tizian.

Auch die anderen Kurse sorgten für große Kinderaugen. Beim Bearbeiten von Specksteinen wurde Leiterin Elisabeth Dörr mit Fragen überhäuft: Ist das so in Ordnung? Kann ich da noch mehr abschleifen? – konzentriert wurden Tiere hergestellt und aus den Resten der Specksteine Schmuck. Gestern Abend fand dann eine kleine Ausstellung für die Eltern statt.

Der Kurs „Töpfern“ ist ein Dauerrenner. Jana ist schon zum dritten Mal mit dabei – ein kleiner Profi also. Alle anderen mussten das Handwerk erst einmal erlernen. Zwei Tage lang saßen die Kinder an der Scheibe, bis es gestern an die Verschönerung und Fertigstellung der Schüsseln und Tassen ging. „Meine Hände tun immer noch weh“, sagte Ellen – töpfern ist nämlich gar nicht so leicht, und ziemlich anstrengend.