Lörrach Gerhard Sauer erhält Bürgerpreis

Lörrach - Der diesjährige Preis der Bürgerstiftung Lörrach geht an Gerhard Sauer. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Rauschmittel (AKRM) wird am Samstag, 9. Februar, bei der Benefizgala der Stiftung im Burghof ausgezeichnet. Die Gala soll – auf Wunsch der Wirte – indes künftig immer in der Zeit kurz vor Fasnacht stattfinden.

 

„Er hat dem AKRM eine Struktur gegeben, ihn finanziell saniert und den Verein aus einer Existenzkrise geführt“, begründete André Marker, Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung, beim Pressegespräch am Mittwoch die Wahl des Preisträgers. Sauer ist Rechtsanwalt und war zunächst ab 1993 stellvertretender Vorsitzende des AKRM, seit 1999 ist er dessen Vorsitzender.

Die erste Anlaufstelle für Drogenabhängige

 

Der AKRM ist im Landkreis Lörrach die erste Anlaufstelle für Drogenabhängige. Er betreibt unter anderem die Drogen- und Jugendberatungsstelle in der Spitalstraße sowie die Fachklinik „Brückle“ in Buggingen, für die der Verein „bundesweites Ansehen“ genieße, so Marker, der auch die Laudatio auf Sauer im Burghof halten wird. „Kisel“, ein sehr erfolgreiches Projekt für Kinder und Jugendliche suchtkranker Eltern von der Drogen- und Jugendberatungsstelle, sei ebenfalls „mit eine Idee“ von Sauer gewesen.

 

Der Verein habe etwa 50 Mitarbeiter und verfüge natürlich auch über eine hauptamtliche Leitung, aber Sauer als Vorsitzender sei „bei allen Themen dabei“, sagte Marker. Er trage ehrenamtlich die Verantwortung auf struktureller, personeller, finanzieller sowie konzeptioneller Ebene und für die Vernetzung der Öffentlichkeitsarbeit auf lokaler Ebene. „Da investiert jemand sehr viel Zeit. Das ist aller Ehren wert. Wir sind glücklich, ihn als Preisträger zu haben“, ergänzte die Stiftungsvorsitzende Ute Lusche.

 

Tätigkeit zum Allgemeinwohl der Stadt

Mit der Wahl des Preisträgers wolle die Bürgerstiftung außerdem das Thema illegale Drogen stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, sagte Marker. Und: „Der Bürgerpreis soll auch diejenigen ehren, die nicht so bekannt sind, aber durch ihre langjährige Tätigkeit zum Allgemeinwohl der Stadt beitragen.“ Bei Sauer treffe das in hohem Maße zu.

 

Drogensucht sei „kein schönes Thema“, sagte Lusche, weshalb es schwierig sei, Spenden für die Projekte zu sammeln. „Die Menschen wollen damit nicht in Berührung kommen.“ Dabei benötigten gerade die schwereren Fälle, die oftmals beim AKRM landen, „Hilfe in besonderem Maße“, so Lusche.

 

Neuer Termin wird angenommen

Die Ehrung von Gerhard Sauer wird wie üblich in den Galaabend der Stiftung eingebettet, der erstmals nicht im Herbst stattfindet. Hintergrund ist die hohe Auslastung der Avantgarde-Wirte („Wasserschloss“ und „Krone“ in Inzlingen, „Kranz“ Lörrach, „Maien“ Tüllingen und „Krone“ in Altweil) im Herbst. „Wir hatten die Befürchtung, dass wir die Gala nicht mehr in der gewohnten Form durchführen können, durch die Terminverschiebung sind die Wirte aber weiterhin mit im Boot“, freute sich Lusche.

 

Der neue Termin soll laut Marker auch in Zukunft beibehalten werden, da die Nachfrage ungebrochen groß ist: „Wir waren nicht sicher, ob uns die Gäste folgen, aber sie tun es. Alle Stiftertische waren rasch ausverkauft und es gibt nur noch einige wenige Restkarten“, sagte Marker.

 

Das grundsätzliche Konzept des Abends mit Essen, Preisverleihung, Musik und Tanz wird laut Ute Lusche beibehalten: „Wir wollen nur ein paar Kleinigkeiten ändern. Und: „Die Tombola ist so reichhaltig bestückt wie noch nie. Es lohnt sich also, viele Lose zu kaufen.“

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