Lörrach Glockenklare Klänge

Die Orchesterteenies und die Bishops‘ Handbell Ringers musizieren gemeinsam einen musikalischen Friedensgruß. Foto: Willi Vogl

Lörrach - 49 Glocken, elf jugendliche Spieler, ein Instrument. Beim ConBoni-Benefizkonzert in St. Bonifatius waren die Bishops‘ Handbell Ringers aus Lörrachs englischer Partnerstadt Chester zu Gast. Im Wechsel und am Ende zusammen musizierten sie mit dem gastgebenden Ensemble, den Orchesterteenies der Stadtmusik Lörrach.

In seiner Begrüßung verlieh der Vorsitzende der Stadtmusik, Daniel Gramespacher, der Hoffnung Ausdruck, dass mit und ohne Brexit auch zukünftig gemeinsame Konzerte möglich sein werden.

Beide Ensembles präsentierten eine bunte Mischung aus Pop- und Filmtiteln, Bearbeitungen traditioneller Weisen sowie einige Originalwerke, wie etwa die speziell für die Bishops‘ Handbell Ringers komponierte Entrata von Sandra Winter.

Die Orchesterteenies unter der Leitung von Ellen Winzer eröffneten mit Timothy Johnsons getragener Fassung von Shalom Chaverim. Es folgten Timothy Broeges mittelalterlich anmutende Bretonischen Tänze und als Referenz an die große englische Poptradition Adeles „Rolling in the deep“.

Gleich mit den ersten Tönen beim Einzug der Bishops‘ Handbell Ringers war klar, dass es sich hier nicht um eine schrill tönende Gauditruppe handelte, sondern um ein fein musizierendes Ensemble mit gestalterischem Anspruch.

Handglockenensembles kennt man in England seit dem 17. Jahrhundert. Wie viele andere Instrumentalensembles bauen auch die Bishops‘ Handbell Ringers auf populäre, zumeist melodiebetonte Ohrwürmer in ihren Konzerten. Eine spezielle Notation ermöglicht dabei die praktische Umsetzung der mitunter anspruchsvollen Melodieverläufe. So erklang Frank Meachams „American Patrol“ flott koordiniert und ein ansonsten ironischer Walzer aus Dimitri Schostakowitsch Jazz Suite Nr. 2 zeigte sich hier von seiner mystischen Seite.

Mit entspannter Tongebung übernahmen die Orchesterteenies mit Phil Collins „You´ll be in my heart“, dem aus „Sister Act“ bekanntem „I will follow him“ und Canila Cabellos „Havana“. Mit Kurt Gäbles satten Sound in „Irish dream“ übergaben sie wieder an die Gäste aus Chester.

Flink läutende Hände erzeugten bei „Cubley Brook“ einen mitunter tänzerischen Gestus und in einer Volksweise aus Singapur sorgten die Filzschlägel auf den Bassglocken für einen lustig poppenden Sound. In Gestalt eines Medleys geisterte auch Sir Andrew Lloyd-Webbers Phantom der Oper durch die heiligen Hallen von St. Bonifatius, bevor sich die Spieler einzeln zu Big Ben & Co verabschiedeten.

Gemeinsam mit den Orchesterteenies musizierten sie unter der Leitung von Derek Jackson mit „Let there be peace on Earth“ einen feierlich abschließenden musikalischen Friedensgruß.

Das Publikum war begeistert vom ungewöhnlichen Instrumentarium und suchte im Anschluss an das stimmungsvolle Konzert regen Austausch mit den Gästen aus Chester.

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