Lörrach Günstig, sicher und attraktiv wohnen

Schon weit fortgeschritten ist das Projekt „Lerchenhof“. Die ersten Wohnungen sind bereits bezogen. Foto: Kristoff Meller

Lörrach - Zufriedene Gesichter bei der Führungsriege der Baugenossenschaft Lörrach: Das Geschäftsjahr 2020 konnte mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen werden.

„Es wurde hervorragende Arbeit geleistet.“ Mit diesen Worten brachte Andreas Schneucker, Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft, seine Anerkennung für die Bilanz des Jahres 2020 zum Ausdruck. Trotz der großen Herausforderungen durch die sich hinziehende Corona-Pandemie wurden die Erwartungen laut Geschäftsführer Andreas Seiter „mehr als erfüllt“.

Bei einer Bilanzsumme von 47,7 Millionen Euro (+10%) konnte das Geschäftsergebnis auf 1,16 Millionen Euro gesteigert werden. Das schaffte Freiraum, um das Eigenkapital auf über 40 Prozent zu steigern. Außerdem wurden die Schulden um 1,9 Millionen Euro gesenkt. Der Bilanzgewinn in Höhe von 82 000 Euro wird an die gut 2400 Mitglieder als Dividende ausgeschüttet. Diese beträgt wie im Vorjahr 1,75 Prozent.

Positiv entwickelt sich auch das Bauvorhaben „Lerchenhof“ am Rande der Innenstadt. Die ersten der 32 neuen Wohnungen sind bereits bezogen, weitere folgen im Sommer. Die Mieten bewegen sich hier im Schnitt bei zehn Euro Kaltmiete, inklusive Einbauküche. Das sei „deutlich unter Marktniveau“, so Seiter.

Die Sanierung des benachbarten Wohnungsbestandes an der Brühlstraße zieht sich laut Seiter noch bis in den Herbst hin.

In die beiden Bauprojekte investierte die Baugenossenschaft 2020 knapp fünf Millionen Euro. In die Modernisierung und Erhaltung der genossenschaftseigenen 913 Wohnungen und zwölf Gewerbeeinheiten flossen zusätzlich 1,9 Millionen Euro.

Zufrieden sind auch die Mitglieder, deren Zahl sich auf aktuell 2430 erhöht hat. Seiter wertet das als positives Zeichen: „Wir sind ein Garant für günstiges, sicheres und attraktives Wohnen.“ Diese Einschätzung untermauerte der Geschäftsführer mit Zahlen. So werden 33 Prozent der Mieteinnahmen in die Unterhaltung der Wohnungen reinvestiert, um diese stets auf dem neuesten Stand zu halten.

Zurückgezogen hat sich die Baugenossenschaft aus der Verwaltung der Wohnungen von Eigentümergemeinschaften.

Positiv blickt Seiter in die Zukunft, obwohl auch sein Unternehmen mit Rohstoffverknappung zu kämpfen hat, „was Projektplanungen schwierig macht“. Bei Bauprojekten und Instandhaltungen setzt die Baugenossenschaft auf regionale Handwerkspartner, „damit die Wertschöpfungskette in der Region verbleibt“. Im laufenden Geschäftsjahr 2021 sollen rund acht Millionen Euro investiert werden, insbesondere in die Wohnungen an der Mühlestraße in Tumringen und in die Anlage an der Gretherstraße. 1,7 Millionen Euro werden in den Bestand gesteckt. Seiter rechnet für dieses Jahr mit einem Überschuss in Höhe von 600 000 Euro.

Sorgen bereitet ihm die zunehmende Vermüllungstendenz. Gegen die Verursacher gehe man aktiv vor. Erfreulich entwickle sich hingegen das Projekt Baumpaten an der Hartmattenstraße. Im Bereich der 160 dortigen Wohnungen wurden 17 Bäume gepflanzt, für die jeweils Baumpaten gefunden wurden. Weitere derartige Begrünungsaktionen sind geplant.

Aufsichtsratschef Andreas Schneucker sieht die Baugenossenschaft personell und wirtschaftlich „sehr gut aufgestellt“. Zudem gefalle ihm „die soziale Ausrichtung der Genossenschaft“. So seien Mieterhöhungen während der Corona-Pandemie verschoben worden. Auch die Förderung des regionalen Handwerks hat für Schneucker „eine soziale Komponente“. Die Baumpflanzungen seien zudem ein Beleg dafür, dass die Baugenossenschaft ihrer ökologischen Verantwortung nachkomme.   Die Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, 30. Juni, 19.30 Uhr, im Gemeindehaus St. Peter statt.

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