Lörrach Gutes Klima – Gutes Leben

Die Innenstadt stand am Samstag ganz im Zeichen der Umwelt. Foto: Die Oberbadische

Unter dem Motto „Wir können Klimaschutz“ eröffnete Oberbürgermeister Jörg Lutz am Samstag den dritten Energie- und Umwelttag der Stadt Lörrach auf dem Alten Markt.

Von Regine Ounas-Kräusel

Lörrach. Verschiedene Aussteller, vom Handwerksbetrieb über den Energieversorger und den Energiesparcheck für einkommensschwache Haushalte bis zur Bürgerplattform FairNetzt boten in der Innenstadt Information zu einem klimafreundlichen Leben an. Die Schlossbergschule Haagen erhielt für ihr Projekt „Der dicke Pulli-Tag“ eine Auszeichnung der Stadt.

OB Jörg Lutz und Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin im Bundes-Umweltministerium betonten, wie wichtig die Kommunen für einen klimafreundlichen Wandel seien. Lörrach strebe eine erneute Zertifizierung für den Energy Award in Gold an, sagte Lutz. Dann lud er die Bürger ein, die Beratungsangebote beim Energie- und Umwelttag zu nutzen: „Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun.“ Besonders freute er sich über das Projekt der Schlossbergschule. Die Haagener Grundschule hatte an einem Montag im Februar die Heizung auf der niedrigen Wochenendtemperatur von 17 Grad belassen. Statt im T-Shirt lernten die Kinder im dicken Pulli und stellten fest, dass sie dabei keineswegs froren.

Temperatur senken

Nun überlege man, die Temperatur im Schulhaus auf Dauer abzusenken, erzählte Rektorin Silvia Burger. Zusammen mit dem Erstklässler Leon nahm sie die Auszeichnung entgegen. Die Stadt unterstützt seit 2011 Lörracher Schulen bei Projekten zum Thema „Energie“ und zeichnet jedes Jahr Schulen aus.

Jörg Lutz, Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter, Bürgermeistern Monika Neuhöfer-Avdic und der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster suchten bei einem Rundgang das Gespräch mit den Ausstellern. So erfuhren sie, dass der Energieversorger Badenova mit dem Badischen Imkerverband Nachwuchsimker fördert. Die jungen Bienenhalter dürfen ihre Völker auf Badenova-Gelände aufstellen und können ihren Honig an das Unternehmen verkaufen. Am Stand des Unternehmens „My-e-car“ stellte man fest, dass der Einsatz von Elektrobussen gefördert werden sollte. „My-e-car“ bietet in Südbaden und auch in Lörrach Carsharing mit Elektroautos an.

Wenige blieben stehen

Viele Menschen waren an dem sonnigen Samstag in Lörrach unterwegs. Doch nur wenige blieben an den Infoständen stehen. „Die Menschen kommen zum Einkaufen in die Stadt, nicht wegen des Energietages“, stellten die Männer der Genossenschaft Bürgerenergie Dreiländereck nüchtern fest. Doch Einzelne hätten sich für eine Beteiligung an ihrem Solarpark interessiert. Die Genossenschaft betreibt in der Region 47 Photovoltaikanlagen und den Solarpark. Er habe Besucher zum E-Wärmegesetz beraten, berichtete Architekt Harald Klemm beim Projekt „Zukunft Altbau“: „Das beschäftigt die Leute.“ Wer seine Heizung austauscht, muss laut dem Gesetz 15 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien bereitstellen.

Was wird vermisst?

Lebhaft diskutiert wurde bei der Bürgerplattform FairNetzt. Auf einer Tafel konnten die Besucher eintragen, was sie in Lörrach vermissen. Gewünscht wurden zum Beispiel mehr direkte Mitbestimmung der Bürger, kostenloser Nahverkehr und durchgängige Routen für Nutzer von Rollator und Rollstuhl.

Daneben hing ein Stadtplan mit „Orten der Zukunft“. Aufgeführt waren unter anderem die Schöpflinstiftung, die Buchschachtel, Carsharing, das Kulturcafé Nellie Nashorn. Auf diesem Stadtplan wolle man Beispiele für eine nachhaltige, „enkeltaugliche“ Entwicklung sammeln, sagte Frank Leichsenring. FairNetzt will eine Vision „Lörrach 2035“ entwickeln.

FOTOGALERIE Weitere Fotos unter www.dieoberbadische.de

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