Lörrach Gutes Projekt ohne Mehrkosten

In der neuen Kindertagessstätte im Innocel-Quartier sollen künftig behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut werden. Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Von Guido Neidinger

Lörrach. In der neuen städtischen Kindertagesstätte im Innocel-Quartier ist die gemeinsame Betreuung behinderter und nicht behinderter Kinder (Inklusion) geplant (wir berichteten). Das teilte die Stadtverwaltung dem Hauptausschuss des Gemeinderats am Donnerstag mit.

Alle Fraktionssprecher zeigten sich erfreut und begrüßten diese Pläne. Besonders positiv wurde bemerkt, dass die Stadt als Trägerin der Kindertagesstätte die Inklusion über eine Kooperationsvereinbarung mit dem Hertener St. Josefshaus und dem staatlichen Schulamt realisieren will. Fachbereichsleiter Thomas Wipf erklärte den Mitgliedern des Hauptausschusses, dass mit dem St. Josefshaus bereits eine Arbeitsgemeinschaft gebildet worden sei, um das Projekt auf den Weg zu bringen und alle offenen Fragen zu klären. Ende dieses Jahres sollen die Eltern informiert werden. Zum neuen Kindergartenjahr 2015/16 soll die Inklusion dann starten.

Keine zusätzlichen Kosten für die Eltern

Petra Höfler (CDU) zeigte sich erstaunt, dass auf die Stadt keine zusätzlichen Kosten zukommen sollen. Thomas Wipf erklärte dies mit dem großzügig bemessenen Sachkostenbeitrag für jedes behinderte Kind. Auf Nachfrage erfuhr Brigitte Martin (Grüne), dass für dieses Projekt der inklusiven Betreuung überwiegend Kinder aus Lörrach in Frage kommen. Auf die Eltern kommen laut Wipf keine zusätzlichen Kosten zu.

Horst Simon (SPD) freute sich wie alle anderen Ausschussmitglieder auf das Projekt und wünschte ihm ebenso wie Hans-Peter Pichlhöfer (Freie Wähler) gutes Gelingen.

Die Verwunderung von Hannelore Roßkopf (CDU), dass diese neue Kindertagesstätte nicht bereits über ein Behinderten-WC verfüge, erklärte Thomas Wipf damit, dass das Inklusionsprojekt beim Umbau des Gebäudes noch gar nicht zur Debatte gestanden habe. Der nachträglich Einbau eines Behinderten-WC stelle aber keinen großen Aufwand dar.

Ziel ist es, vor allem Kinder des Schulkindergartens mit einer geistigen, geistig-körperlichen Behinderung oder einer besonderen Förderbedürftigkeit in der Kindertagesstätte im Innocel-Quartier mitbetreuen zu können. Eine Gruppe mit sieben Kindern des Karl-Rolfus-Schulkindergartens wird in die vorhandenen Stammgruppen der Kita nach individuellen Bedürfnissen zugeordnet.

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