Lörrach Henle schließt in Turmstraße

Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Lörrach - Der Henle-Markt in der Turmstraße wird Ende Februar schließen. Sowohl die Lage des Einkaufsmarkts, als auch die Perspektiven am Standort seien schwierig, sagte Claudia Henle im Gespräch mit unserer Zeitung. Unterdessen laufe das Geschäft in Brombach bestens.

Zwischen Hebelpark und dem ehemaligen Postplatz gelegen, konnte der Einkaufsmarkt in der Turmstraße zwar existieren, aber vor allem zuletzt nicht wirklich blühen. Charakteristisch für diese Achse zum Lörracher Einkaufszentrum ist zwar der unablässige Fußgängerverkehr, jedoch besorgte sich die Mehrzahl der Kunden nur mal eben kleinere Warenmengen – im Vorbeigehen eben. Große Einkäufe, etwa am Wochenende, waren eher die Ausnahme. Nicht zuletzt deshalb, weil im näheren Umfeld des Markts kaum (kostenlose) Parkplätze vorhanden waren.

Erschwerend hinzu kam in den vergangenen Monaten, dass die Baustellensituation in unmittelbarer Nachbarschaft auch nicht gerade umsatzfördernd war. Ohnehin befindet sich der Markt „in einem etwas veralteten Objekt“, sagte Henle. Und im Hintergrund steht gedanklich schon das Wohn- und Geschäftshaus „LÖ.“, in das dem Vernehmen nach auch ein größerer Lebensmittelanbieter einziehen soll.

Claudia Henle: „In Brombach macht’s Spaß“

Die eigene Beurteilung der Standortperspektiven deckte sich gewissermaßen mit der Entscheidung des Vermieters, das Mietverhältnis nicht mehr zu verlängern. Im Übrigen wäre 2020 in der Turmstraße sowieso Schluss gewesen, sagte Henle.

Unterdessen liefen die Geschäfte in der Hofmattstraße sehr gut, betont Henle: „In Brombach macht’s Spaß!“ Dort betreiben Martin und Claudia Henle mit rund 50 Mitarbeitern einen Edeka-Markt auf 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Fünf Mitarbeiter, die sich von der Innenstadt nach Brombach beworben haben, werden allesamt übernommen.

„Natürlich wäre mir ein fließender Übergang mit Blick auf die Nahversorgung lieber gewesen“, sagte die Geschäftsführerin der Lörracher Wirtschaftsförderung (WFL), Marion Ziegler-Jung, gegenüber der Oberbadischen. Gleichwohl sei sie dankbar, dass die Henles den Betrieb des Marktes, dessen Größe und Ausstattung einfach nicht mehr ganz zeitgemäß waren, „so lange aufrecht erhalten haben“.

Die WFL stehe in Kontakt mit Interessenten für die Fläche. Wenn sie sich etwas wünschen dürfte, so Ziegler-Jung zur städtebaulichen Situation vor Ort, dann wäre dies „die Öffnung der Flanke zur Grabenstraße hin“. Eine solche Attraktivitätssteigerung im Umfeld des Kreuzungsbereichs könne Einfluss nehmen auf die Laufwege der Passanten und der Grabenstraße neue Impulse verleihen, sagte Ziegler-Jung.

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