Lörrach - Rhythmisch eindringliche Trommelklänge erfüllen die Sporthalle: Knapp 280 Grundschüler der Freien Evangelischen Schule Lörrach (FES) schauen gebannt zu, manch einer trommelt auf der Bank mit.

Die da vorn trommeln, sind Schüler wie sie. Es sind Schüler der Central Christian Academy (CCA) aus Suwon in Südkorea und bereits seit Anfang Januar in Deutschland unterwegs. Insgesamt drei Wochen führt sie ihre Reise durch Deutschland und die Türkei, um Menschen mit ihren Aufführungen zu begeistern und ihnen von Jesus zu erzählen. Sie tun das mit ihren unterschiedlichen Gaben und Leidenschaften, schreibt die FES in einer Mitteilung.

Neben den Perkussionisten zeigt eine Gruppe ihr Können im Taekwondo, eine andere entführt die Zuschauer mit farbenfrohen Kostümen und fremden Tanzschritten in eine exotische Welt. Zum Schluss erzählen sie die Geschichte „Von der Schöpfung bis zur Auferstehung“ als Pantomime – das kann jeder verstehen.

Joseph Kim, Schulleiter der CCA, beschreibt die Motivation für diese Reisen, die die Schule bereits seit 24 Jahren macht, so: „Wenn Gott dir eine Gabe gibt wie das Tanzen oder Trommeln, dann musst du sie teilen. Unsere Schüler machen das nicht zu ihrer eigenen Ehre, sondern um andere Menschen von Jesus zu begeistern.“ Und sie machen noch ganz andere Erfahrungen auf diese Reisen: „Wir erleben unterwegs Situationen, die wir nie in einem Klassenzimmer erfahren könnten. Das weitet unseren Horizont“, sagt Kim. Für ihn ist diese Reise am Ende des Schuljahres (in Südkorea beginnt das neue Schuljahr im März) Inspiration und Kraftquelle für das nächste Jahr. „Ich sehe die Welt mit jungen Augen.“

Die FES hat neben den Kontakten nach Südkorea Beziehungen in verschiedene Länder. Das Spektrum reicht vom Schüleraustausch in Holland über Schülerreisen nach England, Studienfahrten in Europa bis hin zu konkreten Hilfsprojekten für eine Schule in Uganda. Seit vielen Jahren engagieren sich dort Lehrer der FES mit Schülern vor Ort, helfen beim Brunnenbau und sammeln Geld zum Einkauf des Allernotwendigsten oder dafür, dass Schüler aus Uganda nach Deutschland kommen können.

Das neuste Projekt ist ein Austausch auf Lehrerebene mit einer Schule in Gilgit, Pakistan. Lehrer der FES besuchten die Schule bereits, im Januar kommt nun eine Delegation von Grundschullehrerinnen nach Lörrach, um zu erleben, wie hier Schule gemacht wird. Am 6. Februar um 19.30 Uhr haben auch externe Gäste die Möglichkeit, das Team um Schulleiter Sajjad Masih kennenzulernen und zu erfahren, wie Schule in Pakistan abläuft.

Warum engagiert sich eine Schule in einer kleineren deutschen Stadt so stark international? FES-Direktor und Vorstand Wolfgang Zschämisch erklärt: „Die Gemeinde Gottes ist global und übernational. Das sollte eine christliche Schule unserer Größe auch widerspiegeln.“

  •  Infoabend für die weiterführenden Schularten am Mittwoch, 23. Januar, um 18 Uhr auf dem FES-Campus