Lörrach Im Fasnachtsfieber

Lörrach - Die ganze Vielfalt der schwäbisch-alemannischen Fasnacht erlebten am Sonntag tausende Besucher des großen Umzugs der Lörracher Narrengilde.

Bei frühlingshaften Temperaturen präsentierten weit über 3000 Hästräger drei Stunden lang fasnächtliche Tradition und fulminante Musik.

Zahlreiche Fußgruppen waren mit Kind und Kegel unterwegs. Oftmals verbargen sie sich hinter schönen, kunstvoll geschnitzten Masken, durch die Teufel, Hexen und anderen Fabelwesen Gestalt annahmen und vom Reichtum lokaler Fasnachtsfiguren zeugten. Dazwischen viele Waggis, die mit imposanten Nasen und wehenden Haaren Schabernack trieben und großzügig Süßes verteilten – dazu gab’s natürlich jede Menge Konfetti á Discretion...

Viele Gugge bleiben das ganze Wochenende

Dass die Lörracher Straßenfasnacht einen richtig guten Namen hat, belegt auch ihre Anziehungskraft, die weit über die Region hinausreicht. Neben den Formationen aus Stadt und Landkreis statteten weitere Gruppen aus Baden-Württemberg und der Schweiz der Lerchenstadt einen Besuch ab. Dabei ging’s wie immer besonders musikalisch zu. Es kam dem närrischen Lindwurm gewiss zu Gute, dass viele Formationen das Wochenende mit der Lasser-Gugge-Explosion und dem Sonntagsumzug für einen Doppel-Auftritt nutzten.

Hier geht's zur Fotogalerie. (Video: Susann Jekle)

Aus St. Gallen etwa waren die „Moosfürz“ angereist – eine sehr schöne, bunte Gugge, deren Musik nichts mit dem Namen gemein hat. Ebenso eindrucksvoll die „Muota Gnomä“ aus dem Kanton Schwyz und die „Chischtelärmer“ aus Aarwangen bei Bern. Indes überzeugten auch die Lokalmatadoren an Blas- und Schlaginstrumenten wie schon am Tag zuvor auf den Bühnen der Stadt.

Leider ist es nach wie vor nicht einfach, Basler Trommler und Pfeiffer über die Grenze zu lotsen. Mit den „Wiehlmys Aldi Garde und Deecht Alti Garde“ war immerhin eine kleine, aber feine Gruppierung in Lörrach zu Gast.

Kommunale Baumaßnahmen und spinnende Briten

Etliche Cliquen haben natürlich wieder Sujekts ausgespielt – von lokal bis global. Während etwa die Dülliger Schnägge die vielen kommunalen Baumaßnahmen mit dem diesjährigen Motto „Alles spinnt“ mühelos in Verbindung bringen konnten, nahmen die Stettemer Zigüner den 60. Geburtstag von Asterix und Obelix zum Anlass, den Brexit-Freunden zuzurufen: „Die spinnen, die Briten!“. Während die Queen majestätisch in leichter Schieflage grüßte, ließ der originale Glocken-Sound aus der nachgebauten Big Ben verlauten, was die Stunde geschlagen hat. Denn aus den Lautsprechern tönte unterdessen „Time to say goodbye“. Ein toller Wagen.

Indes war nach dem letzten „Narri Narro!“ das Fest noch lange nicht beendet. Auf dem Senser Platz (mit DJ), dem neuen Marktplatz (Umzugswagen mit Verstärkern) und vor allem im Narrendorf auf dem Alten Markt wurde weiter ausgelassen dem Rosenmontag entgegen gefeiert.

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