Lörrach Info

Die Oberbadische, 14.09.2017 00:00 Uhr

Vom Dreiländereck nach Costa Rica – dieser „Sprung“ steht im Oktober für Simon Linke an. Der 21-Jährige hat das Abitur in der Tasche und geht jetzt für ein Jahr in die Fremde, um dort etwas für den Regenwald zu tun. Adrian Steineck hat mit ihm über seine Beweggründe gesprochen.

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Finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Programm „weltwärts“ wird mein Projekt zu 75 Prozent getragen.

Den Restbetrag von rund 2500 Euro muss jeder Freiwillige durch einen Förderkreis zusammentragen, in meinem Fall habe ich bereits zahlreiche lokale Sponsoren gefunden.

Momentan möchte ich nach meinem Aufenthalt Önologie studieren und später eventuell als Sommerlier sowie im ökologischen Weinbau arbeiten.

Diese Arbeit beeinaltet sehr viel Tätigkeiten mit und in der Natur. Für den Naturschutz bin ich schon seit vielen Jahren hauptsächlich privat aktiv und werde dies auch weiter ausweiten.

Simon Linke steht morgen, Freitag, 15. September, von 8 bis 13 Uhr beim Biomarkt Prima Casa in Lörrach, Marktplatz 5, für Gespräche zur Verfügung.

Weitere Infos im Internet unter www.pro-regenwald.de

Wie sind Sie darauf gekommen, nach Costa Rica zu gehen, und was haben Sie vorher gemacht?

Was ist das Hauptproblem der Bevölkerung in Costa Rica?

Wie läuft die Betreuung durch „Pro Regenwald“ vor Ort ab, und fühlen Sie sich gut betreut?

Müssen Sie im Vorfeld einen bestimmten Betrag erwirtschaften, oder wie läuft das genau ab?

Was erwarten Sie für sich persönlich von Ihrem Aufenthalt in Costa Rica?

Am morgigen Freitag findet eine erste Aktion von Ihnen statt. Was tun Sie da genau?

Was haben Sie für die Zeit danach an Plänen? Möchten Sie sich weiter engagieren, einen sozialen Beruf ergreifen oder Ähnliches?

Können auch die Menschen hier in der Region etwas tun, um die Umwelt zu schützen?

Auf Costa Rica bin ich über die Internetseite des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Programm „weltwärts“ gestoßen. Interessiert war ich schon lange an einen Freiwilligendienst.

Neben den generell klimatischen Veränderungen mit gehäuften Naturkatastrophen in Mittelamerika kämpfen einige wenige Menschen in Costa Rica speziell gegen die Regenwaldzerstörung und Erosion der Böden. Ebenso sind einige Regionen in Costa Rica stark von Trockenheit und Hitze betroffen.

Costa Rica gilt als Schwellenland, trotzdem trägt die Ausbeutung auf den Ananasplantagen zur Armut der Bevölkerung bei. Costa Rica ist dennoch ein Naturparadies und fördert den Ökotourismus.

Der Verein Pro Regenwald hat mich und meine Mitstreiter intensiv auf unser Jahr vorbereitet. Vor Ort werden wir durch Projektpartner von „Pro Regenwald“ unterstützt und begleitet. Zudem werden wir Freiwillige als starkes Team agieren, gemeinsam werden wir auch schwieriege Situationen meistern. Daher verlasse ich mit einem sehr guten Gefühl Deutschland.

Unterstützung leisten möchte ich speziell in der Umweltbildung vor Ort in Costa Rica.

Am Herzen liegt mir die Aufforstung und der Schutz des Regenwaldes. Dennoch ich bin offen für alles, was kommen wird.

Gewillt bin ich, während meines Aufenthalts bis zu einem guten Niveau spanisch zu erlernen.

Ich habe vor dem Prima-Casa-Laden, am Marktplatz 5, in Lörrach einen Infostand aufgebaut, wo ich gemeinsam mit Freunden über mein Projekt informiere und Baum-Patenschaften anbiete. Das heißt, Interessierte können entweder die Patenschaft für einen Baum in Costa Rica übernehmen, oder sie erhalten ein kleines Bäumchen direkt am Stand. Daneben gibt es ein sogenanntes Fair-Frühstück, das aus fair gehandelten Produkten besteht. Wir informieren auch darüber, warum solche fair gehandelten Produkte wichtig sind.

Ja. Auch da werde ich Anstöße geben. In der Region Lörrach/Dreiländereck biete ich eine Baumpatenschaft für die Bevölkerung an, auch um meinen ökologischen Fußabdruck zu kompensieren und ein Bewusstsein für den Klimaschutz zu schaffen. Dies wird auch ein wesentlicher Teil meiner lokalen Aktion sein.