Lörrach Jagd am Samstag im Röttlerwald

Die Zahl der Wildschweine im Röttler Wald soll reduziert werden. Foto: Archiv

Lörrach - Eine gemeinsame Jagd im Waldgebiet zwischen der „Lucke“ und der Gasleitungs-Trasse am Hauingerweg veranstalten die Forstverwaltung sowie die Jagdreviere Haagen, Rümmingen und Wittlingen am morgigen Samstag, 12. Januar, von 9 bis 11.30 Uhr. Die Veranstalter bitten darum, diesen Bereich am Samstagvormittag möglichst zu meiden. Aus Sicherheitsgründen gilt während der Jagd auf der Kreisstraße zwischen Haagen und Wittlingen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Die Jagd wird als weitere Vorbeugungsmaßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) durchgeführt: Bei der Jagd sollen vor allem Wildschweine weiter reduziert werden.

„Durch eine geringe Wildschwein-Population lässt sich das ASP-Befallsrisiko und die Weiterverbreitung der Tierseuche wirksam herabsetzen“, so Thomas Unke, Leiter des Fachbereichs Waldwirtschaft im Landratsamt, in der Mitteilung. Die Bemühungen der Jäger, die Wildschweine zu reduzieren, waren in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich. „Nun geht es darum, zur Vorbeugung gegen die ASP den Bestand an Wildschweinen nicht wieder anwachsen zu lassen, sondern möglichst noch weiter abzusenken“, erläutert Unke.

Das Landratsamt und die Veranstalter bitten um Verständnis für die teilweise gesperrten Waldwege und die herabgesetzte Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Kreisstraße und appellieren an die Bevölkerung, diese Sicherheitsmaßnahmen unbedingt zu beachten.

Die für Menschen völlig ungefährliche ASP grassierte zunächst nur in Osteuropa. Vor Kurzem ist sie aber auch in Belgien ausgebrochen. Eine derart sprunghafte Verbreitung über große Distanzen hinweg ist möglich, weil der ASP-Virus sehr langlebig ist und sich auch in Schweinefleischprodukten wie Salami, Mettwurst, Speck oder Schinken befinden kann. Werden Reste davon im Freien weggeworfen, ist die Gefahr groß, dass Wildschweine diese Abfälle fressen und sich so infizieren.

Deshalb sollen solche Schweinefleischprodukte auf gar keinen Fall in der Landschaft entsorgt werden. Einen Impfstoff gegen die ASP gibt es nicht. Bei einem ASP-Ausbruch muss die Veterinärbehörde weitreichende Maßnahmen und Beschränkungen für einen großräumig abzugrenzenden Bereich anordnen. Der mögliche wirtschaftliche Schaden durch die ASP wird für Deutschland auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.

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