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Lörrach „Jazz auf der Burg“: Die Ruine swingt

Regine Ounas-Kräusel
Die Budapest Ragtime Band spielt als Hauptact auf der großen Bühne. Flott, packend, gut gelaunt. Foto: Regine Ounas-Kräusel

Einen stimmungsvollen Abend erlebten fast 900 Besucher am Samstag bei „Jazz auf der Burg“.

Mit flottem Dixieland und Swing begrüßte die Legendary St. Pauls Tschässband die ersten Besucher der ausverkauften Veranstaltung. Da es regnete, spielte die Formation aus Südtirol unter einem weißen Pavillon, anstatt im Stil der New Orleans Marching Bands durch die Burganlage zu ziehen.

Bestens organisiert

Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Dicht drängten sich die Zuhörer um die Musiker, ließen sich von deren sattem Sound und Temperament begeistern. Den ganzen Abend über trat The Legendary St. Pauls Jazzband dreimal auf und spielte Dixienummern wie „Honey Suckle Rose“ und Hits wie „Bei mir bist du schön“.

Facettenreicher Musikmix

Schon bald hörte der Regen auf. Doch angesichts des instabilen Wetters hatte die Veranstalterin, die Volksbank Dreiländereck, gut vorgesorgt: Im Biergarten spielte die Lazy River Jazzband im Schutz eines Zeltes. Eine große Fangemeinde hörte der in der Region bekannten Band zu. Mit lässigem Rhythmus, druckvollen Bläsern, dem lebhaften Banjo und Gesangseinlagen gab die Band Dixienummern zum Besten.

Am späteren Abend spielte die ungarische Budapest Ragtime Band als Hauptact auf der Bühne der Burg. Mit Ragtime und dem hellen, fröhlichen Sound von József Székis Xylofon verbreitete die Band gute Laune. Sängerin Angelika Kelemen nahm mit ihrer souligen warmen Stimme für sich ein.

„Jazz auf der Burg“ lebt vom Musikgenuss, ganz ohne Zweifel, aber genauso vom besonderen Ambiente des Ortes. Wer eine Karte für einen Platz vor der Bühne erworben hatte, hatte ganz sicher die beste Sicht auf die Musiker beim Hauptact. Doch viele Besucher flanierten einfach über die Burganlage, um hier mit Freunden und Bekannten zu plaudern oder dort einer der Bands zuzuhören. Bewirtet wurden sie vom Restaurant Burgliebe, das Flammkuchen, Sekt sowie andere Snacks und Getränke anbot. Shuttle-Busse brachten die Besucher auch in diesem Jahr bequem auf die Burg und wieder in die Stadt.

Großes Engagement

Marco Kückmann vom Vorstand der Volksbank Dreiländereck dankte allen, die zum Gelingen von „Jazz auf der Burg“ betrugen: insbesondere Sandra Friedrich und ihren ehrenamtlichen Helfern, Werner Büche vom Jazzclub Jazztone, der die Bands ausgesucht hatte, der Feuerwehr Haagen und dem Deutschen Roten Kreuz.

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