Lörrach Junge Tüftler zeigen, was alles möglich ist

Rolf Rombach
Die drei polnischen Gruppen hatten verschiedene Roboter erstellt, die bei der Feuerwehr-Aufgabe vier Kerzen finden und löschen mussten. Foto: Rolf Rombach

Lörrach - Wie programmiere ich einen Roboter, dass er so schnell wie möglich eine vorgegebene Linie abfährt? Wie findet eine Konstruktion eine versteckte Kerze und löscht diese? Das sind nur zwei der Fragen, die sich die Teilnehmer der sechsten Auflage des Roborave Germany gestellt haben. Die Veranstaltung des Phaenovum Schülerforschungszentrums fand am Wochenende sowohl in der Halle in Tumringen als auch virtuell statt.

Der zweite Teil war noch eine Folge der Pandemie bedingten Einschränkungen, weshalb zuletzt die Veranstaltung rein digital stattfand. Der positive Nebeneffekt: Starter aus sechs Nationen kämpften in der Cyberspace-Kategorie in drei verschiedenen Kategorien, darunter sogar ein Team aus dem Niger.

Allerdings fanden es einige Teams schade, sich vorab festlegen zu müssen, welche der beiden Formen sie bevorzuge. Daher wurde auch der Ruf laut, die Präsenzveranstaltung künftig von den digitalen Wettbewerben abzukoppeln und zwei Veranstaltungen daraus zu formen.

Ein Blick auf das Geschehen in der Halle: Konzentriert schauen Felix und Lucas auf das weiße Papier auf dem Hallenboden. Zwei baugleiche Roboter aus Klemmsteinen haben sie bei sich. Einer davon wird auf die zwei Zentimeter dicke Linie gesetzt und fährt los. Zwei Sensoren an der Fahrzeugspitze prüfen die Strecke und geben bei Verlassen der Linie einen Impuls zum Gegenlenken. Am Samstag wackelt das Gefährt noch deutlich von links nach rechts und zurück.

„Das Programm stimmt nicht“, sagt Felix und setzt sich erneut an seinen Laptop. Teampartner Lucas macht das ebenfalls. Danach schauen sie, welche Verbesserung besser war. In den Pfingstferien hatten die beiden Tüftler sich im Phaenovum als Duo gefunden. Felix hatte lange gesucht, ehe er mit Lucas einen ebenso motivierten Programmierer gefunden hat. Mit zehn Jahren sind die beiden Fünftklässler die jüngsten Teilnehmer.

Einen Tisch weiter haben sich die drei polnischen Gruppen positioniert. Es wird an den Robotern geschraubt, Programme werden angepasst und dann wieder die Teststrecke besucht. Unter anderem sind sie bei der „Fire Fighting Challenge“ am Start. Dabei muss der Roboter ohne Fernsteuerung vier Teelichter auf einem sechs Quadratmeter-Parcours finden und löschen. Die Roboter sollten beim Löschen die Kerzen nicht berühren. Maximal drei Minuten stehen ihnen dafür zur Verfügung.

Von rund 70 Teilnehmern sind etwa 40 Personen online am Start, wie Lars Möllendorf, Fachbereichsleiter des Phaenovum, zusammenfasst. Nachdem über ein Jahr nur online Treffen stattfanden bemerkt auch er einen „Corona-Knick“ in der Teilnehmerliste. „Die älteren Schüler haben uns verlassen, keine neuen Mitglieder konnten nachgezogen werden.“

Nachdem die Preise am Sonntag verteilt wurden, gibt es für die jungen Tüftler schon den nächsten Termin: Am 24. und 25. Juni 2023 werden sie die nächste Chance in Lörrach haben, ihre Aufgaben noch besser zu bewältigen.

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