Lörrach Jungforscher gewinnt

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Fledermausforschung: Der 16-jährige Schüler Julian Kehm überzeugte. Foto: zVg

Der 16-jährige Schüler Julian Kehm des Phaenovum-Schülerforschungszentrums Lörrach-Dreiländereck konnte mit seiner Projektarbeit „Bat-City II – Die Alpenfledermaus in Lörrach – eine Folge des Klimawandels?“ überzeugen.

Lörrach. Der Jungforscher nahm bei der Preisverleihung im Klimahaus in Bremerhaven dafür die Auszeichnung mit dem ersten Platz des Bundes-UmweltWettbewerbs (BUW) entgegennehmen.

Julian Kehm konnte in seiner Projektarbeit im Sommer 2020 bei der Kartierung von Fledermausrufen das Vorkommen der Alpenfledermaus (Hypsugo savii) sicher feststellen. Diese Fledermaus ist jedoch normalerweise eine im Mittelmeerraum heimische Art.

Die Rufe der Fledermaus

In seiner Projektarbeit geht der Gymnasiast der Frage nach, warum diese Rufe nun in Lörrach aufgenommen werden konnten und ob möglicherweise der Klimawandel eine Ausbreitung dieser Art nach Norden beeinflusst. Dafür hat der Schüler des Hans-Thoma-Gymnasiums Lörrach im Sommer 2021 an 40 Abenden erneut Fledermausrufe im ganzen Stadtgebiet aufgenommen und diese einzeln ausgewertet. Mit seinen Ergebnissen konnte die Kartierung aller Arten für das Stadtgebiet Lörrach weiter präzisiert werden. Zusätzlich hat er eine Methode entwickelt, wie die Rufe der Alpenfledermaus von denen der Nord- und der Weißrandfledermaus unterschieden werden können. Weiterhin bezog er regionale Klimadaten in seine Untersuchungen mit ein. Durch die gewonnenen Daten erbrachte der Jungforscher den Nachweis für die Einwanderung der Alpenfledermaus.

Neben dem Hauptpreis von 1000 Euro gewann Julian Kehm zusätzlich den BUW-Poster-Preis. Die Arbeit wurde am Schülerforschungszentrum Phaenovum erstellt und von der Leiterin des Fachbereichs explore am Phaenovum, Anne Renate Spanke, betreut.

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