Lörrach Kinder werden hier „gut groß“

Der Kinderchor umrahmte den offiziellen Einstieg musikalisch. Foto: Ursula König Foto: Die Oberbadische

Das Montessori Kinderhaus Lörrach feierte am Samstag in großem Stil ein Jubiläums-Jahresfest. Bei strahlendem Sommerwetter wurden im Park der Schöpflin Stiftung 25 Jahre Kinderhaus auf dem Bühl sowie zehn Jahre Trägerschaft der Montessori Kinderhaus Lörrach gGmbH gewürdigt.

Von Ursula König

Lörrach. Viele Familien und geladene Gäste nahmen an der offiziellen Eröffnung im Werkraum Schöpflin teil. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und vielseitige Mitmachaktionen luden zu Spaß und Geselligkeit ein.

Die Geschäftsführerin Wiebke Heimburger würdigte zu Beginn das große Engagement der langjährigen Leiterin Irm Mößner: „Sie haben sich lange dafür eingesetzt, dass die Kinderhäuser so sind, wie sie sind.“ Klaus Arbach vom Freundeskreis Montessori Kinderhaus Lörrach blickte auf die „lange und bewegte Geschichte“ zurück. Am Anfang habe die Umsetzung einer Idee in ein Gebäude gestanden. Dies sei Irm Mößner und dem Architekten Detlef Würkert zu verdanken. „Ruhe und Leben“ gingen vom Haus auf dem Bühl aus, das 1994 von der damaligen Familienministerin Angela Merkel mit dem ersten Preis des Bundeswettbewerbes „Tageseinrichtungen für Kinder“ ausgezeichnet wurde.

Zu den großen Weiterentwicklungen zähle die Kooperation mit den Schöpflin-Geschwistern. Dadurch konnte ein verstärktes Angebot für Kleinkinder und Schulkinder auf dem Gelände der Schöpflin-Stiftung ermöglicht werden. Vom ersten bis zum elften Lebensjahr könnten Kinder seither nach dem gleichen Konzept betreut werden. Und: „Ohne das Engagement der Schöpflin-Stiftung gäbe es uns nicht in der Form.“

Das Montessori Kinderhaus habe sich seit 25 Jahren immer wieder neu entdeckt, erklärte Gerhard Bukow, Fachbereichsleiter Jugend, Schulen und Sport. Diese stetige Weiterentwicklung sei „gelebte Montessori Pädagogik“. Er fasste zusammen: „In 25 Jahren wurde hervorragende pädagogische Arbeit geleistet.“

Diese Leistung, so wurde auch deutlich, sei der Kompetenz der Mitarbeiter zu verdanken, denn: „Am Ende trägt die Arbeit jeder einzelne Mensch, der hier arbeitet.“

Der offizielle Teil wurde musikalisch umrahmt vom Kinderchor. Anschließend zog es die Festbesucher auf die Wiese des Parks, wo viele Sitzgelegenheiten zum Beisammen sein einluden. Kinder schufen Kunstwerke von der „Malschaukel“ aus, maßen sich im Bobby-Car-Rennen oder halfen bei der Saftzubereitung. Beliebt waren auch die „Button-Station“ oder die „Witz-Box“. Auch die Gestaltung eines Wildbienenhauses folgte einem der Leitgedanken des Kinderhauses: Kinder sollen an diesem Ort „gut groß werden und sich zu empathischen, selbstbewussten Menschen entwickeln können“.   Ehrungen: Für das Engagement von mehr als fünf Jahren konnten einige Mitarbeiterinnen ausgezeichnet werden. Seit mehr als 15 Jahren gehören zum Team: Nilgün Celic, Birgit Hornsteiner und Sonja Seider. 20 Jahre: Sandra Frey, Anja Hamacher-Kornelli und Claudia Becker-Vosskuhl, Seit 25 Jahren engagiert ist die Leiterin des Kinderhauses auf dem Bühl, Petra Rudigier.

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