Lörrach - Kinder an allen Lörracher Schulen haben im November, in der Zeit um den Martinstag herum, Muffins verkauft, um den Erlös dem Familienzentrum zu spenden. Dabei ging die stolze Summe von 2600 Euro ein. Die Viertklässler der Fridolinschule, ihre Lehrerinnen Henrieke Maaß-Schenk und Cecile Ruchay sowie Schulleiterin Christine Mörth übergaben den Spendenscheck gestern an Christine Leufke, Bereichsleiterin des Familienzentrums.

Die Martinsaktion der Schulen gibt es seit vier Jahren. Viertklässler der Fridolinschule hatten damals die Idee dazu. Sie wollten gerne Kinder beschenken, die wenig Geld haben. Sie überlegten, dass sie Muffins für je einen Euro verkaufen könnten, um Spendengelder zu sammeln. Diese Idee habe ihr so gut gefallen, dass sie auch die anderen Schulen einlud mitzumachen, berichtete Christine Mörth.

Seitdem backen viele Eltern zum Martinstag jedes Jahr die kleinen Kuchen, und ihre Kinder verkaufen sie. An den Grundschulen stehen die Viertklässler an den Verkaufsständen, an den weiterführenden Schulen organisiert die SMV die Aktion. Da im Jahr 2015 viele Flüchtlinge nach Deutschland und auch nach Lörrach kamen, ging der Erlös der ersten Martinsaktion an die Flüchtlingshilfe.

An der Fridolinschule hatten alle Viertklässler eine Aufgabe bei der diesjährigen Martinsaktion: Sie halfen beim Auf- und Abbau der Verkaufsstände, natürlich beim Verkauf der Muffins, und ein Junge zählte zum Schluss das Geld. Vorher backten die Back-AG und viele Eltern mit ihren Kindern die kleinen Kuchen.

Lebensmittelpakete und Mittagstisch geplant

Da der Martinstag auf einen Mittwoch fiel, verkauften die Kinder die Muffins in den Pausen auf dem Schulhof und gleichzeitig auf dem Stettener Wochenmarkt. Auf dem Mark boten die Kinder das Gebäck den Besuchern auch direkt auf Tabletts an. Ganz viele Bekannte hätten bei ihm etwas gekauft, berichtete ein Junge stolz. Den Verkäuferinnen vom benachbarten Hospizladen hätten die Muffins so gut geschmeckt, dass sie ihre Kunden auf die Schüleraktion hinwiesen, berichtete Mörth. Am Donnerstag waren dennoch so viele Muffins übrig, dass die Viertklässler in den Schulpausen nochmals einen Verkauf durchführten.

Christine Leufke zeigte sich gestern beeindruckt vom Engagement der Kinder. Das Familienzentrum plant zwei Projekte, für die es das Geld aus der Martinsaktion verwenden will. Leufke erinnerte an die eigene Weihnachtsaktion, bei der das Familienzentrum bedürftigen Familien warme Kleidung, Kinderspielzeug oder andere benötigte Dinge schenkt. In Zukunft wolle man die Familien auch unter dem Jahr unterstützen – etwa mit Lebensmittelpaketen. Außerdem denke man darüber nach, im Neumattquartier mindestens einmal pro Woche einen Mittagstisch anzubieten. Dort könnten Eltern sich treffen, selbst mitkochen und ihre Kinder bekämen eine warme Mahlzeit.