Lörrach Kleine Kuchen, große Hilfsbereitschaft

Die Klasse 4c der Fridolinschule bei der Scheckübergabe vor dem Rathaus Foto: Elena Polnau Foto: Die Oberbadische

Das erste gemeinsame Projekt aller Lörracher allgemeinbildenden Schulen war ein voller Erfolg: Die Initiatorinnen des Muffinverkaufs für Flüchtlinge, Schülerinnen der Klasse 4c der Fridolinschule, übergaben am Montag im Rathaus den Gesamterlös von 6775 Euro an den Freundeskreis Asyl.

Von Elena Polnau

Lörrach. Dass aus einer kleinen Idee, einen Muffinverkauf zu starten und den Erlös für Flüchtlinge zu spenden, etwas Großes werden kann, haben die drei Viertklässlerinnen Cosima, Juliana und Louisa bewiesen. 13 weitere Lörracher Schulen sprangen auf diese Idee auf und verkauften vor Ort in den Schulen sowie in der Dualen-Hochschule und dem Wochenmarkt selbst gebackene Muffins.

Verkauf auf dem Wochenmarkt

Die Nachfrage war beeindruckend: Rund 1300 Muffins kauften beispielsweise allein die Studierenden an der Hochschule von den Schülern der Eichendorfschule, und die Fridolinschule beantragte zudem einen Verkaufsstand auf dem Wochenmarkt in Stetten.

Schulleiterin Christine Mörth berichtete, dass die Tumringer Grundschule sogar bis im Januar Muffins verkaufe, da die Spendenbereitschaft so groß gewesen sei.

Bürgermeister Michael Wilke erzählte bei der Spendenübergabe, dass er selbst 20 Muffins gekauft und sie an Mitarbeiter des Rathauses, die täglich mit Flüchtlingen zu tun haben, verteilt habe. Damit die Schüler einen Einblick in die Politik bekommen, lud Michael Wilke die Schüler der 4c ins Rathaus ein, damit sie sehen „wo Politik in Lörrach gemacht wird, und wo der Gemeinderat tagt“. Nach einem Besuch im großen Sitzungssaal und auf der Dachterrasse durfte die Klasse auch die Büros von Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeister Wilke besichtigen.

Insgesamt gab es viel Anerkennung für die Schüler: Klassenlehrerin Dagmar Schielke lobte die „große Bereitschaft“ der Kinder, die Flüchtlinge zu unterstützen.

„Wir finden es toll, was ihr auf die Beine gestellt habt“, sagten Elke Doerries und Dagmar Fük-Baumann vom Freundeskreis Asyl, die den Scheck von den drei jungen Initiatorinnen entgegen nahmen. Gefolgt von einer der wichtigsten Fragen: „Was passiert jetzt eigentlich mit dem Geld?“

Doerries erklärte: „Die Notunterkunft in Brombach wird morgen bezogen. Da viele Kinder miteinziehen, wollen wir ein Außenspielzeug aufbauen. Drinnen soll eine Spielecke für die ganz Kleinen errichtet werden.“ Diese Idee kam bei den jungen Spendern gut an.

Bürgermeister Wilke spornte die Kinder an, weitere Aktionen zu planen. Der Helfergeist habe auch viele andere Schulen angesteckt, und diese planen schon die nächsten Aktionen. „Ich würde es schön finden, wenn wir jedes Jahr am Martinstag einen Muffinverkauf machen und den Erlös dann an Bedürftige spenden“, sagte Schülerin Cosima. Es darf also auch im nächsten Jahr wieder gebacken werden.

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