Lörrach - In einer Mitteilung äußert sich die israelitische Kultusgemeinde zur Debatte um die so genannten „Stolpersteine“.

Stolpersteine seien „ein simples, doch bedeutungsvolles Symbol, das europaweit von zahlreichen Städten eingesetzt wird.“ Viele fragten sich, wieso Lörrach an diesem Projekt noch nicht teilgenommen hat, so die Gemeinde.

Am 20. Dezember veranstaltete die Israelitische Kultusgemeinde Lörrach eine Gemeindeversammlung, die über die Frage der Stolpersteine abstimmte. Das Ergebnis: „Die Gemeinde entschied sich, das Projekt gutzuheißen und zu unterstützen.“ Und weiter: „Wir möchte uns natürlich nicht nur auf die Stolpersteine begrenzen, begrüßen diese aber als eine Ergänzung zur Erinnerungskultur.“

„Stolpersteine“ sind, so das Internet-Lexikon Wikipedia, „ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand eingeschlagenen Lettern beschriftet. Sie werden niveaugleich in das Pflaster oder den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.

Stolpersteine wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in 23 weiteren europäischen Ländern verlegt. Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt.“