Lörrach Kunst rund um die Liebe

Gabriele Hauger
Blick in die Galerie Foto: Gabriele Hauger

Die Galerie Kunst-unter-uns in Stetten würdigt die Liebe. 20 Künstler wurden eingeladen, rund um den Valentinstag das Thema zu beleuchten. Und da ist alles mit dabei.

Die Liebe hat viele Gesichter. Und jeder hat bei dem Thema andere Assoziationen. Entsprechend groß ist somit die Bandbreite an Kunstwerken, die Galerist Philippe Bordonnet in seiner gerade eröffneten Ausstellung „Liebe“ präsentiert.

20 Künstler

20 Künstler, die meisten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, präsentieren in der Basler Straße 27 in zwei Räumen ihre Arbeiten in sehr unterschiedlichen Materialien und Stilen: von Malerei über Skulptur bis Fotografie.

Blickfänger beim Betreten der Galerie ist Hans-Peter Zöllins hölzerne Nashorndame, die ziemlich sexy und sehr selbstbewusst, die Beine übereinandergeschlagen, eine Zigarre pafft. Rote High Heels, weißes, kurzes Kleid – die Lady hat alles im Griff.

Rot wie die Liebe

Natürlich zieht sich die Farbe rot durch viele der Arbeiten: Rot ist die Liebe, ist die Emotion, ist das Blut, das uns alle am Leben erhält. Rot dominiert sind auch Jakas Bilder in Mischtechnik: mit geöffneten Mohnblumen vor diffusem Hintergrund oder pfiffiger Mickey Mouse, die spielerisch mit dem roten Herzen spielt. Experimentierfreudig malt die Schweizer Künstlerin in Acryl, kombiniert dazu verschiedene chemische Substanzen mit teils unberechenbarer Wirkung.

Mohnblumen von Jaka und Liebespaar von Agnes Castelli Foto: Gabriele Hauger

Heimatliebe

Petra del Rio aus Grenzach-Wyhlen ist mit ihren Schwarzwaldmotiven sehr erfolgreich. Von figürlich bis abstrakt präsentiert sich ihre Heimatliebe als junge Frau in Schwarzwaldtracht: blutrot der Mund und die Bollen am Hut. Die Serie ist ein Hingucker.

Eng und leidenschaftlich verschlungen stellt Agnes Castelli drei Skulpturen aus, leidenschaftlich miteinander verschlungene Liebespaare, filigran und detailreich ausgearbeitet, „Körper zu Körper“. Sie kombiniert dabei sehr unterschiedliche Materialien: weißen Ton, Glas, Porzellan. Dicht daneben stehen die Raku-Objekte von Jorgos Suras, die er selbst brennt, wobei der Rauch bei der Glasur für Sprünge und Koloration sorgt.

Mutterliebe

Winzigkleine Silber-Figürchen im Schleuderguss der gelernten Schweizer Goldschmiedin Natascha Schmid widmen sich der Mutterliebe. Ein Quartett auf Holzbrettchen spannt den Bogen von der Schwangerschaft über das Kleinkind bis hin zum Loslassenkönnen – auch das aus Liebe.

Bei all dem Rot stechen die Schwarz-weiß-Fotografien von Bruno Frerejean aus Spanien ins Auge mit seiner Liebe zu Steinen und diffusen Frauengestalten – wie Traumfiguren. Während sich Mika ausschließlich und sehr spielerisch der Liebe widmet, könnten die haptischen Kirschbaum-Gefäße von Patrick Rapp mit Liebe gefüllt sein.

Philippe Bordonnet vor „Liebe zum Meer“ Foto: Gabriele Hauger

Liebe zur Natur

Ausdrucksstarke schöne Frauenbüsten mit Tattoos aus Ton von Melanie Bourget, Tierliebe oder die kindliche Liebe von Vladimir Frenkel – da fehlt nur noch die Liebe zur Natur. Die zeigt der Galerist Philippe Bordonnet in seiner blauen Arbeit mit einer dünnen, glänzenden Schicht überzogen. Die Methode, seine vom abstrakten Expressionismus inspirierten Arbeiten mit einer Kunstharzschicht zu überziehen, ist recht neu. Doch die Liebe habe dies verdient, findet Bordonnet: Man sollte sie schützen – für die Ewigkeit.

„Liebe“ : bis 25. Februar

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