Lörrach Landratsamt betreut den Stadtwald

Der Stadtwald wird künftig forstwirtschaftlich vom Landratsamt betreut. Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Das Landratsamt Lörrach wird künftig die forstliche Betreuung des Lörracher Stadtwaldes übernehmen. Dies ist aus kartellrechtlichen Gründen notwendig, wie der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) gestern Abend erfuhr.

Von Guido Neidinger

Lörrach. Aufgrund kartellrechtlicher Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Holzvermarktung und der Änderung des Bundeswaldgesetzes muss auch die Stadt Lörrach handeln. Die bisherige Forstorganisation mit einem Einheitsforstamt für den kommunalen Wald, den Privatwald und den Staatswald ist künftig nicht mehr möglich. Aus diesem Konstrukt soll der Staatswald herausgelöst werden. Als separater Betrieb wird er seinen Holzverkauf eigenständig organisieren.

Für die Stadt Lörrach ändert sich nicht viel. Der Stadtwald und der Privatwald können weiterhin von einem Forstamt unter dem Dach des Landratsamts ab 1. Januar 2020 geführt werden. Ein entsprechender Vertrag ist in Bearbeitung.

Allerdings wird künftig ein kostendeckender Forstverwaltungskostenbeitrag fällig, der sich nicht mehr nur nach dem Holzeinschlag richtet. Dieser betrug im Jahr 2018 6,45 Euro pro Festmeter, was bei 7500 Festmetern mit rund 57 600 Euro zu Buche schlug.

Künftig wird in die Berechnung auch die Forstbetriebsfläche – für den Lörracher Stadtwald sind dies 1147 Hektar – herangezogen. Das bedeutet für die Stadt Lörrach zu zahlende jährliche Entgelte in Höhe von 76 000 Euro. Ein Betrag, der kostendeckend wäre.

Alternativ könnte die Stadt Lörrach ihren Wald auch selbst mit eigenem Personal bewirtschaften. Aber allein die Einstellung eines Forstrevierleiters würde mit rund 84 000 Euro jährlich zu Buche schlagen. Hinzu käme das Organisationsrisiko für Vertretungen bei längerem Ausfall.

Das Fazit formulierte die zuständige städtische Fachbereichsleiterin Annette Buchauer in ihrer Vorlage so: „Eine landkreisweite einheitliche Forstorganisation bietet für den Körperschafts- und Privatwald die höchsten Effizienzpotenziale und stellt deshalb auf Dauer die kostengünstigste Lösung dar.“

Der Ausschuss stimmte dem Verwaltungsvorschlag ohne Diskussion einstimmig zu. Jetzt muss nur noch der Gemeinderat grünes Licht geben, was reine Formsache sein dürfte.

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