Lörrach Lörracher Stimmenfestival gibt sein Programm bekannt

Gabriele Hauger
Timo Sadovnik freut sich auf den Festivalsommer. Foto: /Gabriele Hauger

Stimmen-Chef Timo Sadovnik stellt das Programm des diesjährigen Festivals vor. Er erläutert dabei die experimentelle Erweiterung mit neuen, ungewohnten Formaten.

Das Stimmen-Festival soll durchstarten: Symbol dafür ist das neue Plakat mit der auffliegenden Lerche. „Wir wollen Stimmen weiterdenken“, sagt der Festivalleiter. Und tatsächlich wurde einiges neu aufgegleist: Literatur, Film, Workshops oder DJ-Sets sollen dazu beitragen, das unverwechselbare Stimmen-Profil noch stärker zu schärfen. Immer im Blick: die Einbindung und Kommunikation mit dem Publikum.

Traditionell bleibt der Auftakt mit Stimmen on tour: mit Sängerinnen aus Katalonien sowie der queeren Flèche Love. Sein unglaubliches Stimmvolumen wird Jacob Banks im Burghof zum offiziellen Eröffnungskonzert unter Beweis stellen.

Danger Dan

Originelles

Aufhorchen muss man beim Gastspiel von Dominik Eulberg mit Show, DJ-Set und Fledermausführung (!) auf Burg Rötteln nächtens um halb eins. Der Techno DJ, Musiker und Naturliebhaber sampelt Vogelstimmen, kreiert daraus eine multimediale Biodiversitäts-Show und verknüpft diese mit eingestreuten Musikproduktionen.

Schlosspark Binningen

Originell auch das Doppelangebot im Schlosspark Binningen. Klassik mit dem Sinfonieorchester Basel geht spät abends über in ein intimes Clubformat: Nach Arien an den Mond trifft im Keller Klassik auf Elektronik. Nachmittags wiederum werden Kinder kostenfrei an Musik herangeführt. Genre-Kombinationen, die das Festival so bisher nicht bot.

Vielleicht werden nicht alle Ideen, Formate, Experimente aufgehen, zeigt sich der Festivalleiter ganz unverkrampft. „Aber es schlummert viel Potenzial in Stimmen.“

Am zweiten Abend in Binningen wird Jazz geboten, der große Quasthoff ist mit dabei.

Ebenfalls eine Premiere ist die Mitwirkung des Free Cinema: Zweimal wird ein Film über den gescheiterten Traum vom Popstar im Burghof gezeigt.

Arlesheim ist wieder im Programm: mit Jake Bugg. Neu ist das Konzept im Riehener Wenkenpark: In einem neuen Setting gibt es Konzerte unter Bäumen mitsamt einer programmatischen Erweiterung durch musikalisches Kindertheater.

Marktplatzkonzerte

Die Marktplatzkonzerte sind größtenteils bekannt. Eine sichere Bank ist Italo-Star Zucchero, der bereits zwei Mal den Marktplatz begeisterte, der „Vater des italienischen Blues“, so Sadovnik. Ebenso Simply Red, die genau vor 20 Jahren ein tolles Konzert in Lörrach gaben. Wees und Loi bieten große Stimmen und intime Texte, die sich kritisch mit aktuellen Themen auseinandersetzen. Danger Dan wiederum hat sich vom Rap dem deutschen Chanson zugewandt.

Rosenfelspark

Der Rosenfelspark dient wiederum als Abschluss des Festivals: Die koreanische Band ADG7 präsentiert traditionelle Instrumente mit kraftvoller Stimme und spielerischem Humor. Vieux Farka Touré zeigt, wie er in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Das Duo Klan holt seinen Auftritt nach, und zum Finale gibt Lady Blackbird eines ihrer wenigen Deutschland-Konzerte.

Lady Blackbird

www.stimmen.com

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