Lörrach Musik vergoldet den Herbst

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Andreas Mölder mit der Requiem-Partitur vor der Bonifatiuskirche    Foto: Gabriele Hauger

Der Herbst wird golden: Das ökumenische Festival der Kirchenmusik unter dem schönen Namen „Goldener Herbst“ verspricht mit seiner vierten Auflage eine große Bandbreite in puncto Musik, Stil und Aufführende. Die beiden künstlerischen Leiter Andreas Mölder und Herbert Deininger haben ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Auftakt ist am 23. Oktober mit einem Eröffnungsgottesdienst.

Lörrach/Schopfheim (hau). Der Herbst ist traditionell die Zeit des Gedenkens an die Verstorbenen, eine Jahreszeit der Trauer, aber auch der Hoffnung. Und diese spiegelt sich in vielen der Aufführungen des Festivals wider.

Zwölf Veranstaltungen in sechs Kirchen in Lörrach und in Schopfheim

Zwölf Veranstaltungen in sechs Kirchen in Lörrach sowie in Schopfheim finden statt. Abgedeckt wird das ganze Spektrum der Kirchenmusik von Orgel, Gesangssolo über Kammermusik, große Chorwerke bis zu orchestralen Stücken, erläutert Andreas Mölder beim Pressegespräch. Gemeinsam mit Herbert Deininger hat er die künstlerische Leitung inne. Veranstalter sind die katholische und evangelische Gemeinde Lörrach sowie die jeweiligen Freundeskreise der Kirchenmusik.

Drei Gottesdienste sind ins Festival integriert, jeweils kirchenmusikalisch angereichert. Das Festival findet in ökumenischer Zusammenarbeit seit 2015 im Zweijahresrhythmus statt, letztes Jahr fiel es coronabedingt aus. Mölder ist überzeugt: „In diesem stimmigen Gesamtprogramm kann sich jeder wiederfinden.“ Zudem sind bis auf die großen Chorwerke alle Veranstaltungen niederschwellig kostenfrei, über Spenden freut man sich.

Gedenktage

Die November-Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen inspirierten die Veranstalter, zwei Werke aufzunehmen: die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz und das „Requiem“ von Gabriel Fauré. Um die 70 Sänger wirken bei letzterem mit: von der evangelischen Kantorei Lörrach (Deininger) und dem katholischen Kirchenchor Schopfheim (Mölder). Mitwirkende sind zudem Musiker aus der Region und die Solisten Mirjam Striegel und Manfred Plomer. Zu hören ist das rund 35-minütige Werk am 12. und 13. November (St. Bernhard/Schopfheim sowie St. Bonifatius Lörrach). Ergänzt wird der Abend mit weiteren Werken von Vasks sowie der von Hansjürgen Wäldele ungewöhnlich orchestrierten Elegie von Fauré, erklärt Mölder.

Faurés Requiem

Das im Zentrum des Festivals stehende Requiem schätzt der Kirchenmusiker als ein „schönes, sehr melodiöses Werk für Chor, versöhnlich und tröstlich, mit emotionalen Forte-Passagen, aber nicht zu brachial.“ Erste Eindrücke davon können sich die Besucher des Eröffnungsgottesdienstes verschaffen (23. Oktober St. Bonifatius). Hier werden traditionell Chor-Passagen mit Orgelbegleitung vorgestellt.

Andreas Mölder freut sich, dass auch die Jugend mit im Boot ist. Das Jugendsymphonieorchester der Regio Basiliensis spielt mit Orgelbegleitung Werke von Vivaldi, Dvorak, Rossini und Händel (ebenfalls am 23. Oktober.

Ein Liederabend mit der Sopranistin Susanne Hagen, begleitet von Herbert Deininger an der Orgel lässt neben Händel und Dvorak auch Göttsche und Spirituals erklingen (27.10.).

Erstmals beim Kirchenmusikfestival: „Ad noctem – zur Nacht“ mit dem Untertitel „Du sei bei uns, in unserer Mitte“, eine musikalisch-mystische Stunde bei Kerzenschein und Weihrauch mit dem Chor Canto Allegro und gelesenen Texten, die spirituelle Inspirationen geben sollen (4.11. St. Bonifatius).

Regionale Gäste

Gern gesehener Gast ist wieder der Motettenchor Lörrach mit Solisten und einem Chorkonzert mit Werken von Brahms, Mendelssohn, Puccini und anderen unter dem Titel „Lux Aeterna“ (30.10. St. Fridolin).

Neben einem Solo-Orgelkonzert von Domorganist Matthias Maierhofer aus Freiburg (1.11. St. Bonifatius) stehen „Musikalische Exequien“ von Schütz sowie kleine geistliche Konzerte mit Viva Voce und Cappella Leonis auf dem Programm (6.11. St. Josef Brombach) sowie Romantische Klänge aus Böhmen und Frankreich mit dem Ensemble Vielsaitig, erstmals in der Kirche Rötteln (8.11.).

Ein laut Mölder „stimmiges musikalisches Festival“, das diesen Herbst trotz aller Gedenktage und aktueller Krisen zumindest musikalisch vergolden dürfte. www.goldener-herbst.net; es gibt ein ausführliches Programmheft; Vorverkauf: Sam’s Musikhaus Lörrach, Regio Buchhandlung Schopfheim

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