Lörrach Nachwuchsforscher trotzen Corona

Regine Ounas-Kräusel
Sie tragen beim Phaenovum Verantwortung (v. l.): Die Fachbereichsleiterinnen Christiane Thalke-Messerer und Anne-Renate Spanke, Schülervertreter Nicholas Dahlke, Fachbereichsleiter Pirmin Gohn sowie Jörg Lutz, Rainer Liebenow, Ayla Busch, Kirsten Lohrmann und die Schülervertreterinnen Maja Spanke und Paula Fischer. Foto: Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Lörrach. Das Schülerforschungszentrum Phaenovum hat auch im zweiten Jahr unter Pandemie-Bedingungen erfolgreich gearbeitet. Fast 300 Schülerinnen und Schüler tauchten im Schuljahr 2021/22 in die Welt der Naturwissenschaften ein, forschten zu selbst gewählten Projekten und nahmen erfolgreich an Wettbewerben teil.

Forschung in der Pandemie

Bei der Mitgliederversammlung am Montag belegte Geschäftsführerin Kirsten Lohrmann mit Zahlen, dass das Phaenovum auch während der Pandemie aktiv war: Im Schuljahr 2021/22 fanden nach einjähriger Corona-Zwangspause wieder Klassenkurse mit 135 Teilnehmern statt.

In beiden Schuljahren gab es Ferienkurse und naturwissenschaftliche Kurse am Nachmittag. Diese waren mit 179 Teilnehmern im Schuljahr 2021/22 besser besucht als im Vorjahr mit 126 Teilnehmern.

50 Mädchen und Jungen forschten im zurück liegenden Jahr an eigenen Projekten und 56 Jugendliche nahmen an Wettbewerben teil.

Oberbürgermeister Jörg Lutz freute sich über wieder steigende Teilnehmerzahlen, spannende Projekte und Wettbewerbserfolge, von denen die Lehrkräfte der Fachbereiche „Physik/Nano-Science/Astronomie“, „Biologie/Chemie/Life Science“, „Informatik, Technik, Robotik“ und „Explore“ berichteten.

Aktivitäten und Projekte

Am 30. Oktober weihte das Phaenovum seine Sternwarte bei Gersbach coronabedingt verspätet ein.

Zum ersten Mal bot das Schülerforschungszentrum die Lehrerfortbildung „Blaue Augen – ein Merkmal aus der Steinzeit“ an. Hierbei geht es um „Paläogenetik“, die die Abstammung des Menschen anhand des Erbgutes erforscht. Ein hochaktuelles Forschungsgebiet, auf dem auch der Medizinnobelpreis 2022 vergeben worden sei.

Der Roboter-Wettbewerb RoboRave fand im Juni 2022 erstmals als Hybridveranstaltung statt, bei der internationale Teilnehmer online zugeschaltet waren.

In Zukunft wolle das Phaenovum sich auch mit der Technik für autonome Fahrzeuge beschäftigen, hieß es. Außerdem will das Phaenovum mit der Firma Raymond zusammenarbeiten: Jugendliche sollen die Möglichkeit bekommen, technische Fragen aus den Betriebsalltag zu lösen.

Erfolge

Die Jungforscher des Phaenovum erzielten bei vielfältigen Wettbewerben zum Teil herausragende Erfolge: Julian Kehm gewann zum Beispiel den Bundes-Umweltwettbewerb, weil er in Lörrach erstmals die mediterrane Alpenfledermaus nachwies.

Solide Finanzen

Das Phaenovum schloss das Geschäftsjahr 2021/22 nicht mit dem erwarteten Defizit, sondern mit einem Überschuss von knapp 17 000 Euro ab. Dies berichtete Rainer Liebenow. 26 Firmen und Stiftungen trugen mit ihrem Sponsoring in Höhe von rund 200 000 Euro dazu bei. Genauso der dreijährige Zuschuss der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und der Firma Busch über 150 000 Euro, mit dem neue Organisationsstrukturen und Kompetenzfelder aufgebaut werden sollen.

Wahlen

Der geschäftsführende Vorstand mit Jörg Lutz, Ayla Busch (Firma Busch) und Rainer Liebenow (Sparkasse Lörrach-Rheinfelden) wurde bestätigt.

Die Vertreter der institutionellen Mitglieder wie Schulen und der nutzenden Mitglieder (Schüler) werden ebenfalls bestätigt.     Infos und Kontakt: www.phaenovum.eu

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