Lörrach Neuer Bau für Bello

Liebevoll kümmern sich Karola Kunze (rechts) und Christel Habermann um die zahlreichen Vierbeiner Foto: Peter Ade

Lörrach-Hauingen - Der Tierschutzverein hat ein weiteres großes Bauvorhaben vor Augen. Nach Inbetriebnahme des neuen Katzenhauses im Tierheim Hauingen vor fünf Jahren steht jetzt der Hundetrakt auf der Agenda.

„Er muss dringend saniert werden“, unterstreicht Vereinsvorsitzende Christel Habermann den Wunsch nach einer neuen Unterkunft für Bello & Co.

Das Lörracher Tierheim steht im Gewann Heilisau und ist idyllisch umgeben von Wiesen und Wald. 1966 erwarb der Verein das Areal von einem Hauinger Landwirt. Seither wurde viel Geld in Gebäude und Parkanlage investiert. Eigenarbeit der Mitglieder trägt dazu bei, den Finanzaufwand in erträglichem Rahmen zu halten.

Es stehen derzeit 24 Hundeboxen mit Außenzwingern, drei Freiläufe, ein Katzenhaus für maximal 65 Katzen sowie ein Stallgebäude für Ziegen, Enten, Hasen und Meerschweinchen zur Verfügung.

Der Verein ist gut aufgestellt, hat angesichts des gesetzlichen Auftrags aber auch gewaltige Aufgaben. „Wir sind das größte Tierheim zwischen Freiburg und Waldshut“, beschreibt Christel Habermann den Stellenwert in der Region.

Zum Einzugsgebiet gehören neben dem Bereich Lörrach das Kandertal bis Malsburg-Marzell und – gemeinsam betreut mit dem Tierschutzverein Weil am Rhein – die Rheinschiene bis Schliengen sowie der Verwaltungsverband Vorderes Kandertal.

Seit Auflösung des Tierschutzvereins Schopfheim werden die Lörracher verstärkt auch aus der Markgrafenstadt um Hilfe und Unterbringung von Tieren in Not gebeten. „Das bringt zusätzliche Arbeit für unsere sechs fest angestellten Kräfte“, bestätigt Habermann. Sie lobt die langjährige Außendienstmitarbeiterin Christel Schulze, die permanent für die gute Sache unterwegs sei.

Ungeachtet dessen freut sich die Vorsitzende über die große Akzeptanz in der Bevölkerung und steigende Mitgliederzahlen, derzeit fast 250. Zum „Tag der offenen Tür“ im Tierheim Hauingen kamen am Sonntag zahlreiche Besucher aus Stadt und Land.

Die Gäste lobten den gepflegten Zustand der Tierstation am Waldrand mit schönen Spazierwegen und einer blühenden Pflanzenwelt. Hunden, Katzen und Hasen geht es gut im Terheim. Das wird überall deutlich. „Man möchte kaum vermuten, dass viele der aufgepäppelten Vierbeiner ein schlimmes, manchmal unwürdiges Schicksal hinter sich haben“, sagt die erfahrene Heimleiterin Karola Kunze.

Ohne zusätzliche ehrenamtliche Kräfte wäre die Arbeit kaum zu bewältigen. Habermann und Kunze würden sich freuen, wenn weitere Freiwillige – auch Männer mit handwerklichem Geschick – zur Mitarbeit bereit wären. Freiwillige können sich an die Geschäftsstelle des Tierschutzvereins (Tel. 07621/61144) wenden.

Reparaturen rund ums Tierheim fallen ständig an. Auf Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der Verein dringend angewiesen. Jeder Euro wird benötigt, denn die Kosten laufen davon. Auch Medikamente und ärztliche Dienste werden immer teurer.

Ein weiteres großes Anliegen der Vorsitzenden: „Unser Vorstand muss unbedingt verjüngt werden.“ Sie selbst sei jetzt 76. Sie könne derzeit aber nicht „ans Aufhören“ denken, da leider keine „Nachrücker“ in Sicht seien.

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