Lörrach Neuer Blick auf Hebel: Fremdes und Vertrautes

Die Oberbadische
Die Statue Hebels im Hebelpark Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Alexander Honold hält auf Einladung des Hebelbunds am Sonntag, 28. Juni, 17 Uhr, im Dreiländermuseum einen Vortrag mit dem Titel „Der fremde Blick, das trügerische Wort und der vertraute Sinn. Exotisches bei Hebel“.

Der 1962 in Chile geborene Literaturwissenschaftler ist an der Universität Basel tätig und hierzulande bekannt als Lobredner auf die Hebelpreisträger Martin Stadler und Karl-Heinz Ott beim Hebelfest in Hausen.

Honold wurde mit einer Arbeit über Musil promoviert. Seine Habilitationsschrift widmete sich Friedrich Hölderlin und der Verbindung von „Astronomie und Revolution um 1800“. Neue Wege ging er, als er sich mit den Folgen des deutschen Kolonialismus in Wissenschaft, Kultur und Literatur befasste.

Seit Jahren ist Honold Mitglied der Jury des Hebelpreises des Landes Baden-Württemberg, der auch der Hebelbund angehört. Im Jubiläumsjahr 2010 trat Honold mit Aufsätzen und Reden über Johann Peter Hebel hervor. „Er versteht es, wissenschaftlich begründet und doch jedem verständlich zu sprechen. Sein Vortrag verbindet seine Arbeitsfelder aufs Schönste“, so eine Mitteilung der Veranstalter.

Der Hebelbund Lörrach veranstaltet im Jahr vier „Literarische Begegnungen“. Diese führen Autorinnen und Autoren nach Lörrach, deren Werk in Beziehung zu Johann Peter Hebel steht. Neben den Literaten, die den Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg erhalten haben, sind Autoren zu Gast, die in Mundart und Hochsprache schreiben – wie Hebel auch. Eine „Literarische Begegnung“ jährlich aber widmet sich ausdrücklich dem Schaffen Johann Peter Hebels. Uli Führe mit seinem „Hebel-Dank“ und Franz Littmann, der über „Hebel und Heidegger“ sprach, waren schon zu Gast.

Die Einführung spricht Volker Habermaier, seit März 2015 Präsident des Hebelbundes. Der Eintritt ist wie immer frei; um eine Spende wird gebeten.

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