Von Gottfried Driesch Lörrach. Mit einem englischen Lied begrüßten die Kindergartengruppe der neuen Kindertagesstätte „Am Bächle“ der Kaltenbach-Stiftung gestern die vielen Ehrengäste, die zur offiziellen Eröffnung gekommen waren. Seit November ist die Tagesstätte mit einer 20-köpfigen Kindergartengruppe für über Dreijährige und zwei Krippengruppen mit je zehn Kindern unter drei Jahren bereits in Betrieb.

„Die neue KiTa ist ein wichtiger Baustein in unserem Konzept der Kinderbetreuung“, sagte Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm. Es gebe kaum eine Stadt vergleichbarer Größe mit einer derart großen Vielfalt bei der Kinderbetreuung. Auslöser für das Projekt sei das Bundesgesetz zum Rechtsanspruch für einen Kinderbetreuungsplatz gewesen, so die Vorstandsvorsitzende der Kaltenbach-Stiftung, Beatrice Kaltenbach-Holzmann. Im Jahre 2011 habe die Stadt Lörrach angefragt, ob die Stiftung sich engagieren wolle und könne. Den Ausschlag habe letztlich das Grundstück gleich neben dem Zentrum für Spielen und Gestalten an der Konrad-Adenauer-Straße gegeben. Der eingeschossige, langgestreckte Neubau schließt sich in südlicher Richtung an das alte Kaltenbach-Gelände an. Die Kindertagesstätte ist von Montag bis Freitag von 7.15 bis 17.15 Uhr geöffnet, so deren Leiterin Corin Fischer.

Der Name „Am Bächle“sei dabei bewusst gewählt worden, erzählte Kaltenbach- Holzmann. Er habe zu den Zielen der Stiftung passen müssen. Sofort sei klar gewesen, dass man die Bezeichnung für das Flurstück übernehmen wolle, denn aus dem Wasser komme das Leben und das Wort habe einen alemannischen Ursprung.

Der Lörracher Architekt Jürgen Moser erläuterte im Rahmen der Einweihung sein Konzept des naturnahen Bauens. Vieles sei aus Holz gefertigt worden. Die Gruppenräume orientieren sich in den Freibereich und nicht zur Straße hin.

Der Neubau hat einschließlich der Erstausstattung rund zwei Millionen Euro gekostet. Davon hat die Dieter-Kaltenbach-Stiftung 300 000 Euro aus eigenen Mitteln aufgebracht. Der Bundeszuschuss betrug 240 000 Euro. Die übrige Summe hat die Stadt Lörrach bezahlt, erläuterte die Oberbürgermeisterin.