Lörrach OB-Wahl: Wer hat die Nase vorn?

Nach der Gemeinderatswahl ist vor der Oberbürgermeisterwahl: Diese Devise gilt jedenfalls für die Lörracher Bürger. Am  6. Juli entscheiden sie über die Nachfolge der bisherigen Oberbürgermeisterin  Gudrun Heute-Bluhm. Unser Mitarbeiter Frederik Mayer wollte  in der Innenstadt von Lörrachern wissen, ob sie den Wahlkampf verfolgen, welchen Eindruck sie von den Kandidaten haben und wer nach ihrer Meinung momentan die besten Erfolgsaussichten  haben könnte.

Daniela Lehmann, 35 Jahre: „Ich verfolge den Wahlkampf, aber bisher hat sich für mich noch kein Kandidat besonders hervorgetan. Die Aussagen aller Kandidaten sind mir bisher noch nicht konkret genug. Möglicherweise hat Michael Wilke die besten Chancen. Aber ich weiß es nicht.“

Adolf Kaiser, 75 Jahre: „Der Wahlkampf ist für eine Demokratie wichtig und bisher machen alle einen ganz guten Eindruck. Vom Gefühl her schätze ich Ulrich Lusche am stärksten ein, wobei die anderen auch nicht schlechter sind.“

Rüdiger Brahm, 55: „Der Wahlkampf interessiert mich schon. Die besten Chancen räume ich Michael Wilke und Ulrich Lusche ein. Da Herr Wilke schon Bürgermeister in Lörrach ist, hat er den besseren Einblick. Von ihm weiß ich, dass er sich sehr engagiert. Allerdings sind die Aussagen der beiden ähnlich."

Thorsten Wohlschlegel, 50: „Mich interessiert das ganze nicht mehr. Ich habe schon länger mit den Parteien abgeschlossen. Die Kandidaten setzen sich ja ein und tun Vieles, aber im Endeffekt stehen bei allen die Parteien dahinter. Ob CDU oder Grüne, das sind alles elitäre Vereine, mit denen ich mich nicht mehr identifizieren kann.“

Max Schröter, 21: „Ein bischen verfolge ich den Wahlkampf schon. Michael Wilke kommt auch ganz sympathisch rüber. Ihm scheint wirklich etwas an Lörrach zu liegen. Bei den anderen kann ich es nicht sagen, dafür habe ich mich noch zu wenig informiert. Ich denke, Ulrich Lusche hat gute Chancen, einfach weil er von der CDU ist und die immer gut abschneiden.“

Annemarie Schweizer, 76: „Ich bin auf jeden Fall interessiert an der Wahl. Ich finde alle Kandidaten sympathisch. Wer gewinnen wird, kann ich nicht einschätzen.“

Petra  Caronna, 33: „Mit zwei Kindern bin ich politisch nicht immer auf dem neuesten Stand. Auch mit der Oberbürgermeisterwahl habe ich mich, ehrlich gesagt, noch nicht auseinandergesetzt.“

Wolfgang Nierlich, 78: „Ich verfolge das Geschehen nicht groß. Es ist immer schwierig, gute Leute zu finden. Es kann gut sein, dass der Bekanntheitsgrad eine ausschlaggebende Rolle spielen wird. Allerdings wäre es manchmal vielleicht auch besser, es käme frischer Wind rein.Somit sind für mich Ulrich Lusche und Jörg Lutz die Favoriten.“

Verim Elezi, 35:  „Ehrlich gesagt: Das Programm hinter den Gesichtern ist mir nicht bekannt. Ich werde vor allem nach Sympathie wählen. Und da hat Michael Wilke bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, als ich ihn bei einem Barhopping kennengelernt habe. Er war sehr offen und ist von der Art her jung geblieben. Dafür, wer momentan die Nase vorn haben könnte, habe ich gar kein Gefühl. So tief habe ich mich nicht eingearbeitet.“

Benjamin Riedinger, 37: „Ich habe mich noch nicht so sehr mit der Oberbürgermeisterwahl beschäftigt, wie zum Beispiel mit den EU- und Bundestagswahlen. Lusche, Lutz und Wilke scheinen  alle einigermaßen sympathisch, Klaus Springer  ist mir ehrlich gesagt etwas suspekt. Meine Entscheidung werde ich  von den  Parteien, zu denen die Kandidaten gehören,  abhängig machen. Als amtierender Bürgermeister in Lörrach bringt Herr Wilke ja gute Voraussetzungen mit, auch gewählt zu werden.“

Elisabeth Ruser, 74: „Was man so in den Zeitungen über Lusche und Wilke liest, kommt sehr sympathisch rüber, finde ich. Wie viele ihrer Ideen letztendlich realisierbar sind, wird sich zeigen. Jedenfalls setzen sich die beiden für die Bürger ein.
Die Lörracher schätze ich so ein, dass sie einen von hier wählen. Als Bürgermeister in Lörrach dürfte Wilke große Chancen auf die Wahl haben.“

Dominik Sailer, 25: „Nein, ich verfolge den Wahlkampf nicht. Er interessiert mich nicht und ist für mich absolut nicht wichtig.“

Miriam Jaeneke, 33: „Ja, ich verfolge den Wahlkampf um den Oberbürgermeisterposten auf jeden Fall. Ich denke, Michael Wilke hat als Insider einen großen Vorteil gegenüber den anderen Kandidaten. Bei den ersten Diskussionen ist er für mich auch am souveränsten aufgetreten. Er hat eine ruhige, besonnene Art, zu argumentieren. Das ist gut. Allerdings sagt man ja oft, dass frischer Wind immer gut tun kann. Von daher ist es auch möglich, dass ein Kandidat von außerhalb gewählt wird.“

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