Lörrach Phaenovum-Forscher räumen ab

Markus Greiß
Die Gewinner und Juroren des Forschungspreises (v.l.): Heinz-Ulrich Ziegler, Jan Olaf, Maja Spanke, Verona Miftari, Nicholas Dahlke, Florian Bauer, Hans-Jürgen Lesser und Ulrich Kaiser.                                                                       Foto: Markus Greiß

Von Markus Greiß

Lörrach. Wie schnell muss sich ein Honiglöffel drehen, damit das Naturprodukt nicht zu Boden tropft? Wie hoch kann man Tennisbälle stapeln? Und wie wird aus einem Ei ein Milchaufzug? An physikalischen Fragen wie diesen haben acht Schülerteams monatelang getüftelt, um den zum 14. Mal ausgeschriebenen Forschungspreis Physik des Rotary Club Lörrach zu gewinnen.

„Let’s Twist Again“

Das Rennen um das Preisgeld von 1000 Euro machten schließlich die 17-jährigen Verona Miftari und Florian Bauer mit ihrer Arbeit „Let’s Twist Again – Die Physik des Rotationspendels“. Darin berechneten sie, wie zwei über ein verdrehtes Gummiband verbundene Kugeln hin und her rotieren. Jan Olaf, der für den Forschungspreis zuständige Koordinator des Rotary Club, begründete die Entscheidung der Jury bei der Preisverleihung am Freitagabend mit der ebenso einfachen wie spannenden Problemstellung, der sorgfältig präsentierten Untersuchung sowie der Konzeption und detaillierten Auswertung der Versuche mittels selbst entwickelter Software. „Die Arbeit ist durchweg überzeugend – das ist Physik!“, so Olaf, der noch zwei weitere, jeweils mit 250 Euro dotierte Auszeichnungen verlieh.

Der Sonderpreis Technik ging an den 15-jährigen Nicholas Dahlke für seine Arbeit „Aus der Ferne zu den Sternen – die Remote-Sternwarte Gersbach“, und der Juniorenpreis an die gleichaltrige Maja Spanke für deren Untersuchung „Hochfrequente Warntöne im Alltag“. Dahlke hatte eine Fernsteuerung für die vom Schülerforschungszentrum Phaenovum betriebene Sternwarte in Gersbach entwickelt. Derweil hatte Spanke unter anderem herausgefunden, dass Verkehrsteilnehmer die Herkunftsrichtung des Warnsignals rückwärtsfahrender Lastwagen nicht heraushören können.

Am Rotary-Physikwettbewerb konnten Jugendliche aus dem ganzen Landkreis Lörrach teilnehmen. Letztlich gingen dann aber nur Schülerinnen und Schüler des Lörracher Phaenovums ins Rennen. Die acht Teams hatten ihre Arbeiten bereits beim diesjährigen Wettbewerb von „Jugend forscht“ eingereicht und waren dort allesamt prämiert worden, wie Olaf berichtete. Die Jugendlichen seien so motiviert, dass sie die jetzigen Herbstferien bereits zur Vorbereitung auf die nächste Ausgabe von „Jugend forscht“ nutzen würden.

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