Lörrach Schüler ortet 21 Fledermausarten im Stadtgebiet

Die Oberbadische
Julian Kehm Foto: zVg/Phaenovum

Lörrach. Julian Kehm, Schüler des Hans-Thoma-Gymnasiums und Jungforscher am Schülerforschungszentrum Phaenovum, nahm mit dem Projekt „Lörrach – eine Bat-City? Kartierung von Fledermausrufen im Stadtgebiet“ am „BundesUmweltWettbewerb“ (BUW) teil und wurde mit dem mit 500 Euro dotierten Sonderpreis ausgezeichnet.

Kehm (15) hat sich vor eineinhalb Jahren über abendliche Fledermäuse vor seinem Fenster gefreut. Aber nirgendwo konnte er Informationen über die bestehenden Arten in Lörrach oder deren Wohnorte erfahren. Daraufhin hat er sich die Aufgabe gestellt, selbst mehr über die Bestände in Lörrach herauszufinden. In Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Phaenovum und seiner Betreuerin Renate Spanke hat er eine Projektarbeit erstellt und mit dieser am „BundesUmweltWettbewerb 2021“ teilgenommen.

Für seine Forschungsarbeit wurde er mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Für seine Untersuchungszwecke unterteilte Julian das Stadtgebiet in 19 Quadranten zu je einem Quadratkilometer und führte eine Bestandsaufnahme von Fledermausrufen im Sommer und im Herbst des vergangenen Jahres durch. Die über 1700 detektierten Rufe der flugfähigen Säugetiere analysierte der Jungforscher mit Hilfe einer speziellen Auswertungssoftware. Der Schüler konnte 21 Fledermausarten orten und für alle untersuchten Lokalitäten einen selbst entwickelten Fledermaus- Qualitäts-Index erstellen.

Zusätzlich hat Julian für das Smartphone eine Fledermaus-App programmiert. Diese ist einfach zu bedienen und zeigt präzise an, welche Fledermausart wo im Stadtgebiet vorkommt und welche Lebensbedingungen für die jeweilige Art notwendig sind.

Damit wird es der örtlichen Bevölkerung, der Stadtplanung und der Naturschutzbehörde auf einfache Weise möglich sein, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der verschiedenen Arten zu planen und umzusetzen.

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