Lörrach Schwierige Arbeitsplatzsuche

Die Oberbadische, 14.02.2018 17:40 Uhr

Das Sozialunternehmen „Social-Bee“ hilft mit einer kreativen Kampagne Flüchtlingen bei der Arbeitssuche. Die Brombacher Schöpflin-Stiftung fördert diese Bemühungen und verlängert ihr Engagement.

Lörrach-Brombach. Jedem Flüchtling soll eine berufliche sowie soziale Perspektive ermöglicht werden. Social-Bee, ein deutsches Sozialunternehmen im Bereich Arbeitsmarktintegration, gibt Flüchtlingen eine solche Perspektive und sorgt mit seiner jüngsten Aufklärungskampagne für Aufmerksamkeit.

Der Münchner Integrationsdienstleister wird seit seinem Bestehen von der Schöpflin-Stiftung gefördert. Nun wird das Engagement verlängert.

Social-Bee macht seit Kurzem mit über 2200 Plakatflächen, vier Onlinefilmen und einer Kampagnenwebsite auf ein großes Problem aufmerksam: die Schwierigkeit für Geflüchtete, eine Anstellung zu finden. Schwierig, weil geflüchtete Menschen eine Lücke in ihrem Lebenslauf aufweisen: ihre Flucht.

Mit der Kampagne will Social-Bee diese Lücke schließen und zeigt mit diesem Engagement erneut, warum das Unternehmen seit der ersten Stunde seines Bestehens Förderpartner der Schöpflin-Stiftung ist. „Wir fördern Social-Bee, da die beiden Gründer einen funktionierenden, mittelfristig selbsttragenden und skalierbaren Ansatz zur Integration von Geflüchteten gefunden haben“, sagt Anna Häßlin, Programmleiterin Flucht und Integration der Schöpflin-Stiftung. „Sie schlagen mit einem bisher einzigartigen Weg eine Brücke zwischen Unternehmen und Geflüchteten.“ Ganzheitliches Konzept Die Initiative stellt Flüchtlinge selbst an, überlässt sie Unternehmen und begleitet sie mit einem ganzheitlichen Förder- und Integrationskonzept. Ziel ist es, die Angestellten spätestens nach 1,5 Jahren in eine qualifizierte Festanstellung oder Ausbildung zu vermitteln.

Das betrifft mehr als 500 000 Flüchtlinge in Deutschland. Die aktuelle Kampagne von Social-Bee soll nicht nur die Jobsuche für Flüchtlinge einfacher machen. Vielmehr provoziert sie ein generelles Umdenken: Mit Fluchterfahrung ist man kein schwächerer Kandidat auf dem Arbeitsmarkt. „Das Erlebte kann sich in eine Stärke verwandeln. Wer das einmal im Kopf hat, wird immer wieder daran denken müssen. Auch, wenn er das nächste Mal einem Bewerber mit Fluchthintergrund gegenüber sitzt“, erklärt Maximilian Felsner, Co-Gründer von Social-Bee, die Idee hinter der Kampagne. Partnerschaft verlängert Schon vor der Kampagne hat sich die Schöpflin-Stiftung, die sich im Bereich Flucht und Integration als Förderstiftung stark engagiert, entschlossen, Social-Bee weiterer zu fördern. Gemeinsam mit der aqtivator gGmbH unterstützt sie das Münchener Sozialunternehmen beim ersten Schritt der Skalierung, nämlich dem Aufbau eines weiteren Standortes in Stuttgart.