Lörrach Menschenleben vor Brandbekämpfung

Die jährliche Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Lörrach fand am Freitagabend am Engelplatz statt. Unter großem Interesse der Bevölkerung rückte kurz nach 19 Uhr ein Großaufgebot an. Beteiligt waren alle vier Löschzüge des Abschnitts Süd sowie das DRK. Die Polizei leitete den Verkehr um.

Von Gottfried Driesch

Lörrach. Angenommen wurde ein Brand in der Tiefgarage der Wohnresidenz am Engelplatz mit starker Verrauchung. Dadurch mussten mehrere Personen aus den Obergeschossen der Wohnresidenz gerettet werden. Zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr spielten dabei die verletzten und eingeschlossenen Personen, die von den Balkonen aus um Hilfe riefen.

Der Verwalter der 42 Wohnungen der Anlage, Ulrich Heuer, hatte die Übung angeregt. Er wollte damit ergründen, wie in einem Ernstfall die überwiegend älteren Bewohnermöglichst schnell gerettet werden könnten.

Hinteres Wohngebäude der kritische Punkt

Schon bei der Begehung sei das hintere Wohngebäude als kritischer Punkt erkannt worden. Denn dieser dreigeschossige Bereich kann nicht von der Straße aus mit der Drehleiter erreicht werden.

Heuer war von der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr höchst angetan. Ute Hammler vom Sozialdienst der Wohnresidenz hatte die Bewohner gründlich über die Übung informiert und darauf vorbereitet.

Die ganze Übung funktionierte perfekt. Professionell ohne viele Worte arbeiteten die Wehrleute zusammen. Am Hinterhaus und an der Kreuzstraße zugewandten Seite wurden lange Ausziehleitern an die Balkone gelegt. „Bei einem derartigen Einsatz steht die Menschenrettung stets vor der Brandbekämpfung“, sagte Klaus Betting, Abteilungskommandant der Abteilung Lörrach. Er hatte zusammen mit seinen Stellvertretern Andreas Kaiser und Oliver Geyer die Übung minutiös ausgearbeitet.

Fest installierte Scheinwerfer leuchten Einsatzort taghell aus

Der Einsatz der neuen Drehleiter beeindruckte die Zuschauer besonders. Beim nächtlichen Einsatz wird die Umgebung des Fahrzeugs durch fest installierte Scheinwerfer taghell ausgeleuchtet. Durch den stabilen Rettungskorb an der Leiter ist die Rettung von Personen problemlos möglich.

Als Beobachter waren unter anderem Klaus Dullisch, Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr, Sicherheit, und der neue Stadtbrandmeister Manuel Müller vor Ort. Sie zeigten sich, wie auch Klaus Betting und Einsatzleiter Andreas Rogler, mit dem Verlauf der Übung höchst zufrieden. 63 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz.

Hinzu kamen elf Mitglieder des DRK mit zwei Einsatzwagen und zehn Jugendfeuerwehrleute. Das DRK hatte ein Rettungszelt aufgebaut, um die „Verletzten“ zu untersuchen und zu betreuen. Für die Übung war die Kreuzstraße zwischen Wallbrunn- und Schützenstraße in beiden Richtungen gesperrt worden.

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