Lörrach Spendenmarathon für Menschen in Not gestartet

 Foto: Knut Burmeister      

Lörrach - Menschen in Not aus Lörrach und dem Landkreis sollen ein Begegnungszentrum mit Gratiscafé erhalten. Das ist das Ziel des gemeinnützigen Vereins „Diakonische Stadtarbeit Kreuzweg“ (wir berichteten). Zur Finanzierung dieses sozialen Projekts fehlen jedoch noch 80 000 Euro. Aus diesem Grund organisiert die Aktion „Leser helfen“ unserer Zeitung einen Spendenmarathon, der heute startet.

Ein Anfang ist bereits gemacht: 10 000 Euro wird die Aktion „Leser helfen“ für dieses wichtige soziale Projekt zur Verfügung stellen. Nach unserer Berichterstattung vor einer Woche gingen bereits weitere Spendenzusagen ein.

„Wir stellen 8000 Euro zur Verfügung, denn hier muss geholfen werden“, sagte Andreas Seiter, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Lörrach, diesen schönen Betrag zu, nachdem er den Bericht gelesen hatte. Die Summe setzt sich so zusammen: Jeweils 2000 Euro kommen von den Baugenossenschaften Lörrach, Familienheim Lörrach, Haltingen-Weil und Grenzach-Wyhlen. Laut Seiter konnte er seine Kollegen sehr schnell von dieser guten Sache überzeugen.

Nicht lange bitten ließ sich auch Günther Heck, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Dreiländereck. Heck betonte, dass es sich hier um ein tolles Projekt handele, das die Volksbank Dreiländereck als in der Region tief verankertes Unternehmen gerne mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro unterstütze.

Wie bei der Volksbank, so gehört soziales Engagement in ihrem Geschäftsgebiet auch zur DNA der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden. „Das ist ein für die Region wichtiges Projekt. Da sind wir gerne mit 10 000 Euro dabei“, sagte Marker ohne Umschweife diesen hohen Betrag zu.

Ohne lange zu überlegen, hat auch der regionale Energieversorger Badenova 2000 Euro zur Verfügung gestellt.

Damit steht das Spendenbarometer bereits zum Start des Marathons bei 32 000 Euro – einschließlich des Zustupfs der Aktion „Leser helfen“ von 10 000 Euro.

Auch private Spenden wichtig und willkommen

Wichtig und sehr willkommen aber sind nicht nur Firmenspenden. Auch Privatpersonen werden gebeten, dieses Projekt zu unterstützen. Jede Spende – und sei sie auch noch so klein – hilft, die Verwirklichung dieses sozialen Projekts zu unterstützen.

Robert Horvath wurde für sein soziales Engagement vor zwei Jahren mit der Lisa-Rees-Medaille der Stadt Lörrach ausgezeichnet. Für das Projekt im Haus Teichstraße 24 haftet er mit seinem Privatvermögen. Nach dem Umbau des Hauses wird hier ein Begegnungszentrum und Gratiscafé eröffnet. Zielgruppen sind gesellschaftlich Benachteiligte, darunter Personen aus der Drogenszene, Haftentlassene und sozial vereinsamte Menschen. Der Betrieb des Gratiscafés wird von ehrenamtlichen Teams verschiedener Kichengemeinden übernommen. Die Mitarbeiter werden zuvor geschult. Als Vorbild für dieses Konzept dient das Café Elim in Basel, wo Horvath beruflich tätig war.

Jugendbands aus der Region wird im Untergeschoss ein Probenraum zur Verfügung gestellt. Im Gratiscafé Kreuzweg erhalten sie zudem eine Plattform für Live-Auftritte. Robert Horvath sieht das Projekt als „nachhaltige Bereicherung für das kulturelle und soziale Leben in unserer Stadt und in der Region.“ Finanziell unterstützt wird es auch von der „Aktion Mensch“.

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