Lörrach Spielfreude und die Lust an Improvisation

Vor allem Geiger Adam Taubitz (links, daneben Bassist Dominik Schürmann und rechts Schlagzeuger Uli Niedermüller) stand im Mittelpunkt des Konzertabends. Foto: Gerd Lustig

Lörrach - Wenn eine Band als letztes Stück des Abends eine treibende Nummer spielt, muss sie damit rechnen, dass vom Publikum Zugabe gefordert wird. So gesehen hat es die Formation „Christian Dietkron & Uli Niedermüller feat. Adam Taubitz“ geradezu provoziert, noch ein wenig musikalisches Kunstwerk auf diesen wunderbaren Konzertabend im Haagener Jazzdomizil „Jazztone“ draufzupacken. Am Ende waren die Besucher restlos begeistert und spendeten reichlich Applaus für das Konzert, das unter dem Motto stand: „Time for Tradition“.

Bei jedem Ton war die Spielfreude und die Lust an Improvisation zu spüren, die Jazz ausmachen. Da war ein Quintett auf der Bühne und am Werk, das die Kunst am Instrument versteht. Und wenn Gitarrist Christian Dietkron den Abend mit dem Untertitel „Werkstattkonzert“ bezeichnet hatte, so präsentierten sich Schlagzeuger Uli Niedermüller, Dominik Schürmann am Bass, Christian Gutfleisch am Piano sowie allen voran Adam Taubitz an der Geige als harmonische und perfekt aufeinander abgestimmte Einheit, ganz so, als würden die Musiker öfter zusammen auftreten.

Dietkron, der in Enken–stein wohnt und auch als Musiklehrer tätig ist, ist ja schon hinlänglich bekannt im Jazztone und hat als einer der versiertesten und vielseitigsten Gitarristen in der Region sein Können in und mit zahlreichen Formationen unter Beweis gestellt. Natürlich glänzte er dieses Mal wieder mit brillanten Soli und ausgefeilten Melodien. Und dennoch stand an diesem Abend ein anderer im Rampenlicht und Vordergrund: Adam Taubitz. Mit seiner Virtuosität und seiner Kreativität an der Geige verlieh er dem Konzertabend eine besondere und exklusive Note. Taubitz ist ein Ausnahmekönner. Er hat unter anderem schon bei den Berliner Philharmonikern oder mit Jazzgrößen wie Thomas Quasthoff und Nigel Kennedy gespielt. Allein dafür gebührt ihm Respekt und Anerkennung. Sobald der Violinist zu einem seiner zahlreichen und genialen Soli ansetzte, wurde es ein wenig stiller im „Jazztone“-Gewölbe, um auch ja alle Töne dieses Mannes mitzubekommen. Mit verblüffender Leichtigkeit meisterte Taubitz die schwierigsten Sequenzen und Melodiefolgen. Ganz gleich ob gediegen und getragen oder flink und behände im Stile eines „Teufelsgeigers“: Dieser Taubitz beherrscht die gesamte Klaviatur des Instruments Violine.

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