Lörrach „Stadt, Land, Wiese“

Gerhard Zickenheiner (Dritter v.l.) und die Grünen luden zum Spaziergang entlang der Wiese. Foto: zVg

Lörrach - Unter dem Motto „Stadt, Land, Wiese“ luden die Lörracher Grünen zum Spaziergang mit dem Bundestagsabgeordneten Gerhard Zickenheiner entlang der Wiese ein. Drei Themen, die allesamt mit dem Bereich zwischen der Tüllinger Brücke und der Grenze zur Schweiz zu tun haben, standen laut einer Mitteilung im Fokus der Gespräche.

Über den Status der „Wiesionen“, den Radweg nach Riehen/Basel und über die Entwicklungen auf dem KBC-Areal gab es regen Austausch zwischen den Gästen, unter denen mit Gerd Wernthaler und Stephan Berg auch zwei grüne Stadträte sowie mit Heimo Oberschelp ein Vertreter der Lörracher Angler waren.

Zickenheiner, Initiator der „Wiesionen“, freute sich über die positive Resonanz auf den Wiesenstrand, der zwischenzeitlich schon einige Jahre viele überwiegend junge Besucher in den Bann ziehe. Mit Oberschelp war er sich einig, dass im Sommer oft zu wenig Restwasser in der Wiese verbleibt. Die Angler registrieren einen kaum gewachsenen Fischbestand nach den Renaturierungsmaßnahmen.

Schuld daran sei das oft zu warme Wasser, die ungeklärten Einleitungen bei Starkregen und die fehlenden Untiefen. „Früher ging es bei der Rosschwemme einfach drei, vier Meter runter, heute kann man in Gummistiefeln durchlaufen“, sagte Oberschelp.

Wohnungen mit Sozialbindungen

Sorge bereitete allen das KBC-Areal entlang der Wiese. Man hätte sich eher die Stadt als Eigentümer gewünscht, um gesichert Wohnungen mit Sozialbindungen und Gemeinschaftseinrichtungen zu erhalten, so die Grünen. Wichtig sei, dass die Stadt über das Planungsrecht ihren Gestaltungsspielraum so weit wie möglich nutze, meinte Zickenheiner. Hier könne beispielsweise ein wunderbares Mischgebiet entstehen mit Gewerbe, Handel und Wohnen, wenn man auch die dritte Dimension gut nutze und in die Höhe baue. Berg und Wernthaler unterstützen diese Vorstellungen und wollen bei der Stadt dafür werben.

„Ein Trauerspiel ist die Verschleppung der Ausgestaltung der Pendlerroute nach Basel, sei es links oder rechts entlang der Wiese“, beklagte Wernthaler. Gerade angesichts der immer mehr ins Bewusstsein gelangenden Klimakrise und den dezidierten Zielen einer Mobilitätswende sahen es alle Teilnehmer als geboten an, das Nadelöhr bei der Unterführung der Zollfreien Straße endlich zu entschärfen und den vielen Radpendlern, die die Strecke nutzen endlich ein adäquates Angebot zu liefern und die Sicherheit der Fußgänger in dem Bereich herzustellen.

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