Lörrach Strahlende Klänge der Stadtmusik in der Kirche St. Bonifatius

Regine Ounas-Kräusel
Die Stadtmusik, hier gemeinsam mit Weronika Paine am Cembalo Foto: Regine Ounas-Kräusel

Das Ensemble widmete sein Adventskonzert dem englischen Komponisten William Byrd.

Gastmusikerin Weronika Paine bereicherte die Veranstaltung in der Kirche St. Bonifatius mit Beiträgen auf dem Cembalo.

Aber passt das überhaupt zusammen: hier die volltönende Blasmusik und dort das feine, gezupfte Tasteninstrument aus der Renaissance- und Barockzeit? Ja, es passte und ergänzte sich zu einem stimmungsvollen Klangerlebnis.

Der Besucherzuspruch

Mit der festlich strahlenden „Royal Fanfare“, einer Komposition des englischen König Heinrich VIII., begrüßte die Stadtmusik unter Leitung von Phillip Boyle die Zuhörer in der nahezu voll besetzten Kirche.

Danach spielte das Orchester die William Byrd Suite, mit der Komponist Gordon Jacob die erste Brücke zwischen Blasmusik und Cembalo schlug. Im Jahr 1923 erhielt er den Auftrag, zum 300. Todestag William Byrds ein Orchesterwerk zu komponieren. In der bis heute gespielten zweiten Fassung hat Jacob mehrere Werke aus dem Fitzwilliam Virginal Book verwendet, einer Sammlung mit Cembalomusik von William Byrd. Die Stadtmusik intonierte die Suite farbig und mit großer Spielfreude.

Außerdem brachte das Orchester Werke moderner Komponisten zu Gehör, die Renaissancemotive verarbeiteten, zum Beispiel Franco Cesarinis Suite mit Renaissancetänzen. Diese spielte die Stadtmusik lebendig mit Trommelwirbeln, mit fröhlichen Holzbläserklängen über rhythmischem Bass und mit schwellenden Tutti. Von William Byrd selbst erklang eine Suite, die ein beschwingtes Liebeslied enthielt.

Bezaubernde Leichtigkeit

Im Wechsel mit dem volltönenden Spiel des Blasorchesters intonierte Weronika Paine auf dem Cembalo sechs Originalwerke von William Byrd. Die Musikerin entlockte ihrem Instrument, das vor dem Orchester im Mittelgang der Kirche platziert war, filigrane, aber äußerst vielseitige Klänge von bezaubernder Leichtigkeit. Fröhlich ließ sie die Tanzmelodie von „The Queenes Alman“ laufen.

Federleicht umspielte sie die kleine Melodie des Liebeslieds „John come kiss me now“, dann wieder setzte sie rhythmische Akzente.

Die Lesungen

Zu einem Adventskonzert der Stadtmusik gehören auch Lesungen, die in diesem Jahr wieder Pfarrer Joachim Giesler und Pfarrerin Gudrun Mauvais übernahmen. Humorvolles war da zu hören, aber auch Nachdenklich-Mutmachendes wie die Worte von Eleanor Roosevelt zur „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“: Gerade im Alltag – zu Hause, in Schule und Arbeitsstelle – müssten die Menschenrechte umgesetzt werden, damit sie wirksam werden.

Mit Weihnachtsliedern aus dem 15. und 16. Jahrhundert in einer Komposition des modernen Komponisten Philip Sparke und einer Zugabe beendete die Stadtmusik ihr Konzert nach begeistertem Applaus.

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