Lörrach „Strooßefescht“ wächst gegen den Trend

Während so manches Straßenfest in der Region bereits das Zeitliche gesegnet hat oder schrumpft, wächst das „Stettemer Strooßefescht“ gegen diesen Trend.

Von Guido Neidinger

Lörrach. Kai Fiacsan steht die gute Laune ins Gesicht geschrieben, als der Vorsitzende des Strooßefescht-Vereins freudig verkünden kann: „Das ’Strooßefescht’ wächst. In diesem Jahr haben wir 37 Stände, im vergangenen Jahr waren es noch 35.“ Das beliebte Straßenfest im alten Ortskern von Stetten geht diesmal am kommenden Samstag, 31. August und am Sonntag, 1. September, über die Bühne.

Die größere Zahl an Ständen kommt nicht nur den Besuchern zugute, wie Veit Biersack, der Kassierer des Vereins weiß: „Mehr Stände bedeutet, dass die Fixkosten auch durch mehr Teilnehmer geteilt werden, und das bedeutet für jeden Einzelnen geringere Kosten.

Die Macher des „Strooßefescht“ freuen sich, dass nach zweijähriger Pause auch wieder die italienische Partnerstadt Senigallia mit dabei ist. Traditionell vertreten sind die französische Partnerstadt Sens und das sächsische Meerane. Freuen dürfen sich die Besucher laut Fiacsan auch über die Teilnahme der Siebenbürger Sachsen. Aus Personalmangel pausierte diese Gruppe im vergangenen Jahr, sodass es den beliebten Baumstriezel nicht gab. Am Wochenende aber gehört er wieder zum reichhaltigen Speisenangebot. Der Stand befindet sich auf dem Kirchplatz.

Apropos Speisenangebot: Die Möglichkeiten, sich auf dem Festgelände zu verköstigen, sind vielfältig. Hier einige Beispiele: Sächsische Brot- und Wurtspezialitäten gibt es am Meeraner Stand, Antipasti und Käse bietet Senigallia, während Sens mit Delikatessen aus dem Burgund aufwartet. Das THW bietet Röstitaler mit Tzatziki. Ofenkartoffeln mit Quark gibt es beim FV Tumringen, Flammwaie am historischen Backhaus, die beliebten Grillhähnchen serviert die Guggemusik ’53, während die Zigüner Clique Rahmschnitzel mit Spätzle anbietet. Raclette gibt es bei der Bloodere Clique und bei Kolping Hirschgulasch mit Spätzle und Calamares. Für abwechslungsreichen Genuss ist also gesorgt – selbstverständlich auch für ein vielfältiges Getränkeangebot.

Oberbürgermeister Jörg Lutz wird zur Eröffnung wieder das Fass mit Freibier anstechen. „Das macht er regelmäßig für uns, hat mir seine Frau versprochen, die den Termin immer schon frühzeitig im Kalender einträgt“, freut sich Veit Biersack über diese Dauerzusage.

Das Festgelände erstreckt sich über den Schulhof der Fridolinschule, den Weiherweg, die Rathausgasse, die Fridolinsgasse und den Kirchplatz. Zur Eröffnung am Samstag spielt die Guggemusik ’53. Live-Musik gibt es an beiden Festtagen – bei der Guggemusik Tschäddärä am Samstag ab 19 Uhr und am Sonntag ab 17 Uhr, bei den Trottwarschlurbi am Sonntag ab 16 Uhr. Die kleinen Besucher können sich auf zwei Kinderkarussells vergnügen. Einige Vereine bieten zudem ein Kinderprogramm an. Beliebt ist auch die Tombola des TuS Stetten.

Trotz des erfreulichen Wachstums ist der Personalmangel das größte Hindernis für die Vereine, am „Strooßefescht“ teilzunehmen. „Es gibt immer weniger freiwillige Helfer“, umreißt Veit Biersack kurz und bündig die Problematik.

Für einen ungestörten Ablauf sorgt wiederum ein privater Sicherheitsdienst. Dieses Konzept hat sich laut Kai Fiacsan bereits im vergangenen Jahr bewährt. Auch die Polizei, so Fiacsan, wird auf dem Festgelände aber weiterhin präsent sein, allerdings nicht mehr in dem Maße wie in früheren Jahren – deshalb der private Sicherheitsdienst, der allerdings auch höhere Kosten für die Standbetreiber bedeutet.

Schon jetzt ist es Fiacsan und seinem Vorstandskollegen Biersack ein Anliegen, allen Sponsoren und Gönnern zu danken: „Ohne sie wäre das Fest so nicht möglich.“ Das „Stettemer Strooßefescht“ ist nach wie vor eines der größten Straßenfeste in der Region.

Als Sponsor und Medienpartner mit dabei ist seit Jahren auch unsere Zeitung. Bereits im Vorfeld wollen wir Appetit und Lust auf das „Strooßefescht“ mit unserem beliebten Guckloch-Fotowettbewerb machen, bei dem es drei Verzehr-Gutscheine für die Festtage zu gewinnen gibt (siehe unten).

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