^ Lörrach: Tolle Songs - Lörrach - Verlagshaus Jaumann

Lörrach Tolle Songs

Gabriele Hauger
Toller Auftritt im Burghof: Joya Marleen Foto: Gabriele Hauger

Joya Marleen ist 21, grundsympathisch und hat tolle Songs geschrieben. Das Publikum ist begeistert.

Gut gefüllt ist das Burghof-Foyer am Samstag und altersmäßig überraschend bunt gemischt. Mit dabei jede Menge Kids, die direkt vor der Bühne auf ihren Star warten.

Abschluss der Tournee

Joya Marleen ist auf ihrer ersten Deutschlandtournee „Fish in Your Glass“. Letzter Halt: Lörrach. Die junge Singer-Songwriterin aus St.Gallen betritt unprätentiös die Bühne, die Gitarre in der Hand – und legt los. Ihr Pop ist oft mitreißend, mit eingängigen, treibenden Rhythmen. Angereichert mit Folk-Elementen, beginnen viele Songs sanft und steigern sich dann zum Mittanzen. Genauso steigert sich auch der eineinhalbstündige Abend. Nach dem dritten Song tritt die Sängerin strahlend ans Mikro. Und beweist ab da, wie publikumsnah und wenig abgehoben diese Newcomerin trotz ihres bemerkenswerten Erfolgs ist. Schließlich kann sie fulminante Auftritte auf zahlreichen Festivals vorweisen, war Support für Michael Schulte. Vor drei Jahren stürmte sie die Schweizer Charts – und das gleich mit ihrer ersten Single „Nightmare“. Diesen Ohrwurm mit Tiefgang gab es ganz am Schluss als ultimativen Mitsing-Höhepunkt zu hören.

Ausdrucksvoll Foto: Gabriele Hauger

Auch lyrisch-verträumt

Dazwischen präsentierte Joya Marleen aber auch viele lyrisch-verträumte Songs, darunter ein ganz neues Stück, indem sie darüber reflektiert, wie es sich auswirkt, wenn Überforderung und Selbstzweifel einem morgens im Spiegel entgegen sehen.

Dann wieder sprüht sie vor purer Lust am Leben, wirbelt mitreißend und authentisch über die Bühne. Dazu ihr Appell, sich nicht von Zwängen, Regeln und Schönheitsidealen fertigmachen zu lassen.

Glaubwürdige Botschaft

Glaubwürdig erzählt sie zwischendrin von ihrer Schüchternheit in Flirtmomenten, von ihre Liebe zum Herbst mit all seiner Melancholie und Romantik, vom Glauben an Hexen – und an sich selbst und von dem Druck, vernünftig zu werden.

Ihre Träume will sie sich aber nicht nehmen lassen und verpackt das in den wunderbar lyrischen Song „ It’s been a while“, zu dem das ganze Publikum beseelt mitsummt. Ihre Lust an ein wenig Magie lebt sie später mit leuchtendem Glitzerumhang aus, optisch und akustisch zum Genießen.

Am Autogrammstand bildete sich nach dem Konzert eine lange Fan-Schlange. Kommentar einer jungen Besucherin: „Die ist besser als Taylor Swift.‘

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