Lörrach Traurig – Nirgendwo ertönt ein schönes Lied

So wie bei allen Lörracher Chören ruht der Probenbetrieb auch beim Motettenchor. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Die Kultur liegt coronabedingt brach. Nicht einmal Proben sind derzeit möglich. Wie die Lörracher Chöre damit umgehen – wir haben nachgefragt.

Sämtliche Auftritte und Events für das laufende Corona-Jahr sind bei den Lörracher Gesangvereinen und Chören abgesagt. Lediglich eine virtuelle Weihnachtsfeier soll noch in diesem Jahr beim Gesangverein Tumringen stattfinden, wie Heiner Rexrodt im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet.

„Noch im Sommer konnten wir einige Proben im Freien durchführen. Im Garten des Alten Wasserwerks fanden wir einen Probenort, an dem wir coronakonform proben durften“, sagt Kathrin Roether, Vorsitzende des Kinder- und Jugendchor Lörrach. Ob die Proben nach dem zweiten Lockdown weitergehen, sei ungewiss: „Das hängt von der Infektionslage und den herrschenden Bestimmungen ab.“

Für das Jahr 2021 sei beim Kinder- und Jugendchor ein Großprojekt mit dem Theater „tempus fugit“ geplant. „Ebenso ist unser Konzertprojekt aus diesem Frühjahr in das nächste Jahr geschoben worden. Aber, ob und wie diese Konzerte stattfinden können, ist unklar.“

Ute Schilling vom Chor Soulfood meint: „Für das Jahr 2021 haben wir noch nichts geplant. Wenn möglich, würden wir gerne im Sommer bei ’Lörrach singt’ mitmachen und im Herbst ein Konzert veranstalten.“

„Gegenwärtig ist als Fernziel die Halle für unser Konzert im November 2021 reserviert. Ideen sind genug da, aber wir müssen in der jetzigen Situation „auf Sicht fahren“, übt sich Heiner Rexrodt in vorsichtigem Optimismus.

„Zunächst planen wir normal, ─ es steht allerdings alles unter Vorbehalt. Aber wir würden uns sehr freuen, wenn wir im Juni unsere Zuhörerinnen und unsere Zuhörer wieder begrüßen könnten“, so Elisabeth Moderegger, Schriftführerin des Motettenchors Lörrach.

„Wir müssen mit dem Corona-Virus leben. Das für unseren Chor so wichtige Gefühl einer Gemeinschaft gilt es im Rahmen des Möglichen zu bewahren.

In der momentanen Situation sehen wir die Herausforderung: Mit neuen Ideen neue Wege zu suchen, diese zu gehen und und an neuen Türen zu klopfen“, heißt es abschließend erstaunlich motiviert von Rexrodt.

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